Junge Federn

Ein Schatz in der Hand. Von Elfriede Demml

AnstrengendesParadies

Die Gemeinschaft Notre Dame de Vie feierte an ihrem Gründungsort im kleinen Dorf Venasque in Frankreich den 15. August mit einer großen Festmesse. Zwei Szenen berühren mich besonders:

Als nach der Wandlung der Leib Christi an alle konzelebrierenden Priester verteilt wird und wir das Agnus Dei singen, beobachte ich, wie liebevoll die Priester den Schatz in ihren Händen anblicken und besingen. Sie wissen, dass sie nun nicht einfach irgendein Lied vor sich hin singen, sie wissen, dass sie dieses Lamm Gottes, diesen riesengroßen Schatz, nun in ihren Händen halten.

Nach der Kommunion wird eine Schwester aus der Gemeinschaft gerufen, die Krankenkommunion entgegenzunehmen. Nun wird ihr dieser Schatz feierlich in die Hände gegeben und sie wird für ihren Dienst gesegnet. Und die ganze Festgemeinde betet gemeinsam für die Kranken, die heute nicht unter uns sein können, ein Gegrüßet seist du Maria.

Was in jedem Gottesdienst der Fall ist, wird hier besonders spürbar. Jesus legt sich uns vertrauensvoll in die Hände und wir feiern die Messe nicht nur für uns, sondern es sind stellvertretend durch uns besonders die Kranken und Armen gegenwärtig.

Die Autorin ist Pastoralassistentin in Graz