Indischer Bischof: Nicht vor Hindu-Gewalt zurückweichen

Neu Delhi (DT/KNA) Vor einem Zurückweichen vor der Gewalt von Hindu-Fundamentalisten warnt der katholische Weihbischof in Bombay, Bosco Penha. Christen würden oft „defensiv und zu vorsichtig“, wenn radikale Hindus sie der Konversion von Menschen beschuldigten, sagte Penha der asiatischen katholischen Nachrichtenagentur Ucanews: „Es ist an der Zeit, dass wir unser Grundrecht behaupten, unseren Glauben praktizieren und verbreiten zu dürfen.“ So garantiere es die indische Verfassung, so der Bischof. Zu dem jüngsten Übergriff auf einen evangelikalen Geistlichen im westindischen Bombay sagte Penha, die Übergriffe auf Christen und Kirchen wirkten geplant. Niemand habe „das Recht, das Gesetz in die Hand zu nehmen“. Die Täter müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Gruppe von dreißig bis vierzig Hindus hatte Ucanews zufolge am Samstag den Gebetsraum einer Pfingstkirche in einer Vorstadt von Bombay gestürmt und auf Pastor Philip Fernandes eingeschlagen. Der Geistliche sei bei der Attacke verletzt worden. In dem Raum befanden sich zu der Zeit dem Bericht zufolge etwa 150 Christen, die an einer Taufe von fünf erwachsenen Hindus teilnahmen. Nach Angaben der Polizei wurden bislang fünf Tatverdächtige verhaftet. Sie hätten ausgesagt, die Kirche wegen „gewaltsamer Konversion“ von Hindus angegriffen zu haben. Der Pastor sagte Ucanews, die fünf Täuflinge kämen bereits seit Jahren zur Kirche und hätten „aus freiem Willen“ die Taufe verlangt.