Im Fokus: Der Priester

Roland Huth wurde 1990 in Bamberg zum Priester geweiht. Er ist Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich „Katholische Innenstadtkirche Nürnberg“ und Pfarrer der Pfarrei Zu Unserer Lieben Frau.

Der Gedanke an meine Priesterweihe

führt mich 20 Jahre zurück und lässt mich manche holprigen Wegstrecken erkennen – davor und danach.

Erfolg hat das Priesterjahr, wenn

Priester wieder mehr spüren, für was sie wirklich da sind – und Menschen dies wieder mehr an ihnen erleben können.

Vorbildlicher „alter Christus“ ist, wer

sich in aller eigenen Begrenztheit nicht davon abbringen lässt, Gott und die Menschen zu achten und zu lieben.

Die ordentliche Seelsorge wird in Zukunft

noch mehr von einem guten und offenen pastoralen Miteinander geprägt sein müssen.

Marienverehrung ist

das Ja zur Unbegreiflichkeit und zur tiefsten Menschennähe Gottes.

Das Schöne am Zölibat ist,

nicht ständig gefragt zu werden, ob man jetzt wegen Frau und Kindern schon nach Hause muss.

Der Teufel steckt

Gott sei Dank – nicht überall dahinter!

Kaplänen empfehle ich

die Zeit zu nutzen, in der sie von allen und allem Möglichen noch etwas lernen können – bevor sie selbst in der großen Verantwortung stehen.

Dankbar bin ich dem Heiligen Vater für

jedes Wort und jedes Zeichen, das ihn zum „guten Hirten“ werden lässt.

Im Alter?

Werde ich wohl genauso auf holprige Strecken zurückschauen und hoffentlich auch mit der gleichen Dankbarkeit wie heute auf ein unendlich erfülltes Seindürfen.