Im Fokus: Der Priester

Franz Joseph Baur empfing die Priesterweihe 1993. Seit 2000 ist er Regens des Priesterseminars St. Johannes der Täufer (Erzbistum München und Freising). Vom Internationalen Priesterjahr erhofft der Vorsitzende der Deutschen Regentenkonferenz auch, dass die Treue wieder Konjunktur bekommt.

Der Gedanke an meine Priesterweihe

verblasst nahezu gegenüber der Erinnerung an vieles Kleine und Große, wo ich das starke Gefühl hatte, als Priester im Namen Gottes, in der Liebe Gottes, in der Ohnmacht Gottes am Werk zu sein.

Erfolg hat das Priesterjahr, wenn

die Treue wieder Konjunktur bekommt.

Vorbildlicher „alter Christus“ ist, wer

freudig staunen kann wie der Herr über den Glauben des Hauptmanns (Mt 8, 10) und der Syrophönizierin (Mk 7).

Die ordentliche Seelsorge wird in Zukunft

dank einer guten Verwaltung ebenso wie bisher immer auch Raum lassen für außerordentliche Projekte und Begegnungen.

Marienverehrung ist

freie Zugabe, geistliche Unbeschwertheit, kindlicher Überschwang, heilige Innigkeit – und herzerfrischend katholisch – da sind wir daheim.

Das Schöne am Zölibat

ist die Freiheit, denn es wäre erbärmliches Selbstmitleid, wenn wir Priester glaubten, wir hätten es schwerer als die Verheirateten!

Der Teufel steckt

gar nicht selten in einer frommen Verkleidung.

Kaplänen empfehle ich

die Kaplanszeit zu genießen, denn was sie erleben dürfen, ist grandios.

Dankbar bin ich dem Heiligen Vater für

seine Enzyklika „Deus caritas est“.

Im Alter

habe ich hoffentlich die Demut erlangt, mich von dem „anderen“ gürten und führen zu lassen (vgl. Joh 21, 18), frei vom Eigenwillen.