Hoffnungsträger Jugend

Startschuss für neue Mission in Lateinamerika

Quito (DT/KNA) Mit einem Gottesdienst in Quito in Ecuador hat am Sonntag der Lateinamerikanische Bischofsrat CELAM den Beginn einer großen kontinentalen Mission verkündet. In Anwesenheit von zahlreichen Kirchenführern des Kontinents rief CELAM-Präsident Erzbischof Damasceno Assis alle Christen auf, sich dabei besonders den Bedürfnissen der Leidenden zu widmen und für eine gerechte, solidarische und friedliche Gesellschaft zu wirken. Als eine Folge der Generalversammlung von Aparecida vom Mai 2007 solle nun die Kirche Lateinamerikas die Mission vorantreiben.

Der Gottesdienst mit mehr als 20 000 Teilnehmern bildete den Abschluss und Höhepunkt des dritten amerikanischen Missionskongresses (CAM). Mehr als 3 000 Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien aus ganz Lateinamerika sowie Abordnungen aus den USA und aus Kanada waren dafür in der ecuadorianischen Hauptstadt versammelt, um sich mit Diskussionen, Vorträgen und Arbeitsgruppen für die neue Herausforderung zu wappnen. Deutschland war durch das Bischöfliche Hilfswerk Adveniat vertreten. Missioniert werden müsse heute etwa die vermeintliche Logik der Wirtschaft, für die Kosten-Nutzen-Abwägungen wichtiger seien als ethische Überlegungen, so der brasilianische Bischof Erwin Kräutler. Mission heiße, eine Gegenkultur zur von der Wirtschaft bestimmten Globalisierung zu bilden. Es gelte, die christliche Hoffnung wachzuhalten, dass eine andere Welt möglich sei.

Der honduranische Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga erklärte, in Lateinamerika fehle es vielen Getauften an Bildung, um zu mündigen Christen heranzureifen und sich so für eine gerechte Gesellschaft einzusetzen. Besondere Hoffnung setze er daher in die vielen Jugendlichen aus ganz Lateinamerika, die mit großer Begeisterung an der Begegnung teilgenommen hätten.