Gespräche mit Erdogan über Kirche in Tarsus gehen weiter

Köln (DT/KNA) Die Verhandlungen über den Bau eines christlichen Zentrums im türkischen Tarsus laufen weiter. „Kardinal Joachim Meisner hat den Wunsch, dass am Geburtsort des Apostels Paulus dauerhaft ein Begegnungszentrum und eine Kirche entstehen“, sagte der Sprecher des Erzbistums Köln, Stephan Georg Schmidt, am Dienstag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in der Domstadt. In Tarsus wird am Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene Paulus-Jahr 2008 eingeläutet. Eingeladen ist auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Meisner hatte ihn im Vorfeld um Unterstützung des Kirchenbaus gebeten. Mitte April erhielt er eine erste Antwort Erdogans. Dazu sagte Meisner, sie entspreche „noch nicht den Erwartungen und Hoffnungen der katholischen Kirche“. Zum Paulus-Jahr aus Anlass des 2 000. Geburtstags des Apostels werden tausende Pilger in der antiken Hafenstadt Tarsus erwartet. Meisner will im Herbst mit einer Delegation der Deutschen Bischofskonferenz dorthin reisen. Er sieht die Errichtung eines christlichen Zentrums als Selbstverständlichkeit an, wie er zuletzt im „Kölner Stadt-Anzeiger“ schrieb. Tarsus habe eine besondere Bedeutung. „Nach menschlichem Ermessen gäbe es ohne Paulus keine Weltkirche, kein christliches Europa, keine Menschenrechte und damit keine Vereinten Nationen“, so Meisner.