Gerichtsverhandlung gegen Williamson am 16. April

Regensburg (DT/KNA) Das Amtsgericht Regensburg hat die Verhandlung gegen den britischen Holocaust-Leugner und Traditionalistenbischof Richard Williamson auf den 16. April terminiert. An diesem Tag vollendet Papst Benedikt XVI. sein 83. Lebensjahr. Der Papst hatte Williamson und drei exkommunizierte Bischöfe der Piusbruderschaft vor einem Jahr begnadigt, von den umstrittenen Äußerungen nach Angaben des zuständigen Kurienkardinals aber erst später erfahren. Gerichtssprecher Thomas Frick bezeichnete am Mittwoch auf Anfrage das terminliche Zusammentreffen als Zufall. Laut Frick ordnete die zuständige Richterin außerdem Williamsons persönliches Erscheinen an. Sie wolle ihm selbst Fragen stellen, so der Sprecher. Sollte sich der Brite entziehen, drohen ihm aber keine Sanktionen. Er könne sich auch durch seinen Rechtsbeistand vertreten lassen. Die Verhandlung ist nötig, nachdem Williamson im November 2009 über seinen Anwalt Einspruch gegen einen Strafbefehl über 12 000 Euro wegen Volksverhetzung eingelegt hatte. Aufgrund des erwarteten Medienandrangs soll der Prozess im größten Sitzungssaal der Regensburger Justiz, im Schwurgerichtssaal des Landgerichts, stattfinden. Williamson hatte in einem Interview die Zahl der von den Nazis ermordeten Juden auf höchstens 300 000 beziffert und die Existenz von Gaskammern bestritten.