Gemeinsamer Blick auf den Gekreuzigten

Knapp 800 Jugendliche bereiten sich in Limburg auf Madrid vor

Neues Konzept und üppige Beteiligung beim diözesanen Limburger Treffen: Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Gespräch mit Jugendlichen. Foto: Bistum Limburg
Neues Konzept und üppige Beteiligung beim diözesanen Limburger Treffen: Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Gespräch... Foto: Bistum Limburg

Limburg (DT/pd) Farbige Lichter und elektronische Klänge haben am Freitag dem Limburger Dom eine besondere Atmosphäre gegeben: Sie waren Teil einer musikalischen Lichtkomposition der Frankfurter Jugendkirche Jona beim diözesanen Jugendtag des Bistums Limburg. Knapp 800 junge Leute kamen an diesem Tag in die Domstadt. Im Nachtgebet (Vigil) erlebten sie eine musikalische Premiere: Gemeinsam sangen sie „Oh firmes en la fe – In Christus verwurzelt“, die Limburger Hymne für den Weltjugendtag im August mit Papst Benedikt XVI. in Madrid, die an diesem Abend uraufgeführt wurde.

In der Vigil erklärte Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst die Bedeutung der Verwurzelung in Christus. „Was ist, wenn uns der Blick auf den Gekreuzigten genommen wird?“ fragte der Bischof von Limburg die Jugendlichen: „Dann gibt es im Glauben nicht mehr das Du. Dann ist der Glaube plötzlich nicht mehr Beziehung. Dann sind Menschen in ihrem Leid in ihren Sorgen, in ihren Ängsten, in den Fragen, die sie haben, stumm, denn sie wissen nicht, mit wem sie sprechen können“, sagte Tebartz-van Elst. Den Gekreuzigten sehen, das bedeute, mit dem ganzen Herzen Beziehung mit Jesus aufnehmen und zu spüren: „Seinen Weg ist er auch für mich gegangen, damit ich nicht im Tod, nicht in Ängsten, nicht im Dunkel, nicht in Hoffnungslosigkeit stecken bleibe. Damit ich weiß, auch wenn es mir noch so schlecht geht, da ist einer, der mir den Weg weist“, sagte der Bischof.

Der diözesane Jugendtag präsentierte in diesem Jahr ein neues Konzept und konzentrierte sich besonders auf den Abend. Die Angebote wurden durch zwei Orte geprägt: Im Dom luden Foto-Kreuzweg, Gebetswand und ein Labyrinth zu Stille und Gebet ein. Im Schlosshof auf dem Domberg gab es Musik und Aktionen: Die Band Sixpash aus Hadamar spielte und die Gruppe Lil Shoo's aus Frankfurt präsentierte eine Tanzperformance. Sportliches Geschick war beim Kistenklettern gefragt und zum Nena-Hit „99 Luftballons“ ließen die Jugendlichen ihre persönlichen Wunschballons in den Himmel steigen. Beim Treffpunkt für Ministrantinnen und Ministranten wurden noch einmal die Highlights der Internationalen Ministrantenwallfahrt 2010 nach Rom gezeigt und am Facebook-Stand konnten sich die Fans des Bistums aus dem virtuellen Netzwerk in der realen Welt treffen. Darüber hinaus gab es an der Bishop's Bar die Gelegenheit, bei einem alkoholfreien Cocktail mit Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ins Gespräch zu kommen.

Fotos unter www.bistumlimburg.de