Gänswein: Pilgerfahrten nach Jerusalem fördern

Rom (DT/KNA) Für eine Förderung der Pilgerfahrten ins Heilige Land hat sich der deutsche Kurienerzbischof Georg Gänswein ausgesprochen. Die Christen in Jerusalem und den anderen Ursprungsstätten des Christentums brauchten in der angespannten Situation die Solidarität ihrer Glaubensbrüder, sagte er am Montagabend bei einer Buchvorstellung in Rom. Ihre Minderheit leide unter einem anhaltenden Exodus und sei auf die Hilfe der Weltkirche angewiesen. Pilgerfahrten ins Heilige Land gehörten zur Tradition der abendländischen Christenheit, die wiederbelebt werden sollte, so der Präfekt des Päpstlichen Hauses. Präsentiert wurde ein Buch über das Österreichische Hospiz in Jerusalem mit dem Titel „Im Orient zu Hause“. Das Hospiz ist das älteste nationale Pilgerhaus im Heiligen Land und liegt an der Via Dolorosa in der Jerusalemer Altstadt. Das Pilgerhotel befinde sich an einem Brennpunkt der Weltgeschichte, der nicht zur Ruhe komme, hob Gänswein hervor. Er erinnerte daran, dass unmittelbar vor dem Gebäude am 3. Oktober ein jüdisches Ehepaar von einem palästinensischen Attentäter erstochen worden war. Vor dem Haus kreuzten sich die Wege der christlichen Pilger zur Grabes- und Auferstehungskirche Jesu mit denen der Juden zur Klagemauer und der Muslime zum Felsendom. In diesem Geflecht wirke das 1863 errichtete Hospiz wie ein Haus aus einer anderen Welt.