Erzbistum eröffnet Schule in Waldram

München (DT/KNA) Das Schulgebäude für das Spätberufenenseminar Sankt Matthias der Erzdiözese München-Freising im oberbayerischen Waldram bei Bad Tölz ist fertig. Zum neuen Schuljahr wird dort der Lehrbetrieb aufgenommen, wie die Erzbischöfliche Pressestelle am Dienstag in München mitteilte. Etwa 150 Schülerinnen und Schüler, die bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, können dort Gymnasium und Kolleg besuchen, um sich in drei Jahren auf das Abitur vorzubereiten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 10, 6 Millionen Euro, von denen ein großer Teil aus Kirchensteuermitteln finanziert wurde. Das alte Gebäude aus den 1920er Jahren hatte aus Sicherheitsgründen abgerissen werden müssen. In den vergangenen zwei Jahren wurde der Neubau errichtet. Laut Erzbischöflichem Ordinariat ist Sankt Matthias als Niedrigenergiehaus konzipiert und kommt ohne fossile Brennstoffe aus. Die Energie wird mit einem Erdsondenfeld im Innenhof und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach gewonnen. Über die Fußböden werden die Räume im Winter geheizt und im Sommer gekühlt, über eine zentrale Lüftungsanlage mit Frischluft versorgt. Die Schule legt eigenen Angaben zufolge Wert auf eine individuelle Förderung. So bestehen die Klassen und Kurse in der Regel aus weniger als 20 Schülern. Neben der klassischen humanistischen Ausbildung mit Latein und Griechisch kann auch Englisch und Französisch erlernt werden. Musische und sportliche Angeboten runden den Fächerkanon ab. Das Spätberufenenseminar Sankt Matthias wurde 1927 gegründet und ist die älteste Einrichtung des Zweiten Bildungswegs in Bayern.