Erzbischof von Brüssel löst erneut Debatte aus

Brüssel (DT/KNA) Der designierte Erzbischof Andre-Joseph Leonard von Mechelen-Brüssel hat abermals eine Debatte über Homosexualität ausgelöst. In einer Diskussionsrunde des Fernsehsenders RTL-TVI sagte Leonard am Sonntag, Anorexie (Magersucht) sei eine Abweichung vom normalen Verhalten, Appetit zu haben. Deswegen würde er eine magersüchtige Person aber noch lange nicht als abnormal bezeichnen. Leonard versuchte damit eine frühere Äußerung zu rechtfertigen, in der er Homosexualität als abnormal bezeichnet hatte. Der neuernannte Erzbischof erklärte ausdrücklich, dabei sei es ihm auch nur darum gegangen, eine Verhaltensweise zu beschreiben, nicht aber die betroffenen Personen. Er räumte ein, dass Anorexie und Homosexualität nicht gleichzusetzen seien. Als Bischof von Namur hatte Leonard bereits 2007 in einem Interview Homosexualität als abnormal beschrieben.