Erste Traditionalisten-Pfarrei in Rom nimmt ihre Arbeit auf

Rom (DT/KNA) Mit einer Messe im tridentinischen Ritus hat die erste eigene Pfarrei für traditionalistische Katholiken im Bistum Rom ihren regulären Seelsorgedienst aufgenommen. Zu der Feier in der Barockkirche Trinita dei Pellegrini im historischen Zentrum versammelten sich am Sonntag knapp 300 Gläubige. Der Leiter der neuen Personalpfarrei, der australische Priester Joseph Kramer, nannte die Pfarrei „Modell und Bezugspunkt für den ganzen Klerus“. Mit der eigenen Gemeinde könnten sich die mit der alten Form des römischen Ritus verbundenen Gläubigen in das Bistum integriert fühlen und nähmen im vollen Sinn am Leben der Diözese teil. Als Pfarrei in Rom habe die neue Gemeinde auch Vorbildcharakter für die ganze christliche Welt, so Kramer. Bislang gibt es weltweit nur wenige tridentinische Personalpfarreien. Sie haben die gleichen Rechte und Pflichten wie andere katholische Kirchengemeinden. Als offizieller Vertreter des Bistums Rom verlas Weihbischof Ernesto Mandara das Dekret, mit dem Kardinalvikar Camillo Ruini die Personalpfarrei errichtet hatte. Ihre Leitung ist der papsttreuen Traditionalisten-Bruderschaft Sankt Petrus anvertraut. Zugleich dankte Mandara der ökumenischen Gemeinschaft Sant'Egidio, die die Kirche Trinita dei Pellegrini ebenfalls nutzt. In der Pfarrei sollen künftig regelmäßig Messen nach der sogenannten außerordentlichen Form des römischen Ritus gefeiert werden. Das Angebot richtet sich an alle Katholiken im Bistum Rom, die sich der alten Liturgie verbunden fühlen, sowie an Pilger und Touristen.