Eltern der Therese von Lisieux werden Heilige

Vatikanstadt (DT/KNA) Auch die Eltern der französischen Heiligen Therese von Lisieux (1873–1897) werden demnächst heiliggesprochen. Papst Franziskus genehmigte am Mittwoch ein Dekret, das eine Wunderheilung auf Fürbitte der seligen Eheleute Louis Martin (1823–1894) und Zelie Martin geb. Guerin (1831–1877) bestätigte. Ein Termin für die offizielle Kirchenehrung wurde noch nicht genannt. Reliquien des Ehepaares waren im Oktober 2014 anlässlich der Bischofssynode zur Rolle der Familie im Petersdom ausgestellt worden. Ihre Tochter Marie-Francoise-Therese Martin, die als Karmelitin den Ordensnamen „Therese vom Kinde Jesus“ annahm, wurde bereits 1925 heiliggesprochen. Papst Johannes Paul II. erhob sie 1997 zur Kirchenlehrerin. In weiteren Dekreten bestätigte die zuständige Vatikanbehörde den sogenannten heroischen Tugendgrad für den italienischen Priester Francesco Gattola (1822–1899), für den Jesuiten-Novizen Pietro Barberic (1874–1897) aus Bosnien-Herzegowina sowie für fünf Frauen. Dabei handelt es sich um die irische Ordensgründerin Maria Aikenhead (1787–1858), die italienische Witwe und Hospizgründerin Elisabetta Baldo (1862–1926), die polnische Ordensgründerin Edvige Jaroszewska (1900–1937), die spanische Äbtissin Giovanna Vazquez Gutierrez (1481–1534) und die italienische Laiin Maria Orsola Bussone (1954–1970). Die Bestätigung des „heroischen Tugendgrades“ bildet den offiziellen Abschluss der Überprüfungen eines Kandidaten durch die zuständige vatikanische Kongregation. Vor der Seligsprechung ist jedoch noch der Nachweis eines auf dessen Vermittlung erfolgten (Heilungs-)Wunders erforderlich.