Dröge: Helfer sollen als Christen erkennbar sein

Berlin (DT/KNA) Der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge fordert eine stärker christlich geprägte Flüchtlingshilfe. Im RBB-Hörfunk rief er am Samstag die von den Kirchen kommenden Helfer auf, „dass wir uns selber noch klarer als Christen zu erkennen geben“. Dies würde bei der Minderheit der christlichen Asylsuchenden in den Einrichtungen „mehr Vertrauen schaffen und die Vereinzelung aufheben“. Auch seien Beratungsangebote wie die evangelische „Flüchtlingskirche“ Sankt Simeon in Berlin-Kreuzberg „noch zu wenig bekannt“. Dröge äußerte sich nach einem Besuch der Notunterkunft im früheren Flughafen Berlin-Tempelhof. Dort sind gut 1 400 Flüchtlinge untergebracht. Er traf vor allem mit christlichen Flüchtlingen zusammen. Der Bischof sagte, er könne ihre Sehnsucht nach Normalität „gut verstehen“, zu der auch die eigene Religion gehöre. „Sie werden zwar hier nicht verfolgt“, so Dröge, „aber sie fühlen sich als Minderheit, obwohl Deutschland ein christlich geprägtes Land ist“. Der Bischof betonte zugleich, die Kirche wende sich mit ihren Angeboten an alle Flüchtlinge. „Das ist gut und muss auch so bleiben.“