Dismas, der gute Schächer

Von Sr. Joseph-Marie Dunning

Der gute Schächer, der manchmal als der heilige Dismas bezeichnet wird, war ein Räuber, der so viel Schuld auf sich geladen hatte, dass er gekreuzigt wurde. Im Matthäusevangelium lesen wir, dass beide Diebe, die an der Seite unseres Herrn gekreuzigt wurden, Ihn verhöhnten und beschimpften: „Die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten verhöhnten ihn und sagten: Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen. Er ist doch der König von Israel! Er soll vom Kreuz herabsteigen, dann werden wir an ihn glauben. Er hat auf Gott vertraut: der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat; er hat doch gesagt: Ich bin Gottes Sohn. Ebenso beschimpften ihn die beiden Räuber, die man zusammen mit ihm gekreuzigt hatte“ (Mt 27, 42–44).

Einer der Räuber am Kreuz erfuhr jedoch in den letzten Stunden seines Lebens eine Bekehrung des Herzens. Anfangs verspotteten beide Räuber den Herrn. Jetzt jedoch, als einer von ihnen den Herrn erneut verhöhnt, stimmt der andere nicht ein, sondern weist ihn vielmehr zurecht mit den Worten: „Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen. Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan“ (Lukas 23, 40–41). Neben Jesus, der die Unschuld selbst ist, erkennt er seine eigene Schuld.

Für die Kirchenväter Tertullian, Hippolyt und Augustinus ist der 25. März der Tag, an dem Jesus am Kreuz für uns gestorben ist. Dies wird durch das römische Martyrologium bestätigt, das diesen Tag als Gedenktag an den Tod des guten Schächers, der neben unserem Herrn Jesus Christus gekreuzigt wurde, und an seine „Geburt“ für den Himmel auflistet.

Übersetzung aus dem Englischen

von Claudia Reimüller