Bistum Essen erwartet für 2012 Kirchensteuer-Plus

Essen (DT/KNA) Das Bistum Essen erwartet für das laufende Jahr Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 154, 4 Millionen Euro. Das sind 11, 1 Millionen Euro oder acht Prozent mehr als im Vorjahr, wie die Diözese am Freitag in Essen bekannt gab. Für 2013 werde dagegen mit einem Rückgang um drei Prozent gegenüber 2012 auf dann gut 150 Millionen Kirchensteuereinnahmen gerechnet. Deshalb müsse der Weg der Haushaltskonsolidierung fortgesetzt werden, so Generalvikar Klaus Pfeffer. Der vom Kirchensteuerrat des Ruhrbistums verabschiedete Haushalt für 2013 hat nach den Angaben ein Gesamtvolumen von 229, 1 Millionen Euro, 4, 3 Millionen Euro weniger als im laufenden Jahr. Neben den Kirchensteuern erhält das Bistum Zuschüsse und Erlöse etwa aus Mieten von insgesamt 46, 6 Millionen Euro. Darunter sind Zuwendungen des Landes für Schulen in Höhe von rund 30 Millionen Euro und Einnahmen aus dem Betrieb von Bildungshäusern, Mieten und Pachten von 13, 4 Millionen Euro. Den größten Ausgabenposten bildeten die Personalkosten, hieß es. Hierfür wende das Bistum 90, 3 Millionen Euro (2012: 94, 7 Millionen Euro) auf. In die Seelsorge von Gemeinden, Krankenhäusern, Altenheimen und ähnlichen Einrichtungen flössen 55, 3 Millionen Euro. 42, 3 Millionen Euro seien für den Unterhalt der Bischöflichen Schulen bestimmt, gut 19 Millionen Euro für Kindertagesstätten. Überdiözesane Verpflichtungen schlügen mit 6, 8 Millionen Euro und die Gebühren für die Einziehung der Kirchensteuern durch die Finanzämter mit 4, 9 Millionen Euro zu Buche. Der Finanzdezernent des Bistums, Ludger Krösmann, erwartet, dass der Arbeitsmarkt im Ruhrgebiet im kommenden Jahr auf dem Niveau des Jahres 2012 verbleibt, auch wenn sich die Konjunktur im ersten Halbjahr eintrübe. Damit bleibe auch das Kirchensteuereinkommen in etwa gleich. Die Kirchensteuer in NRW beträgt in der Regel neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer. Mittel- und langfristig würden die Kirchensteuereinnahmen aus demografischen Gründen und der Abwanderung aus dem Ruhrgebiet sinken, so Krösmann.