Bischofsweihe in Ljubljana

Ljubljana (DT/KAP) In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (Laibach) wurde am Sonntag die Bischofsweihe des neuen Erzbischofs Stane Zore (56) gefeiert. Zore ist der erste Franziskaner auf diesem Bischofssitz seit mehr als 500 Jahren. Beim Weihegottesdienst in der Kathedrale kündigte der bisherige Franziskaner-Provinzial an, im Bischofsamt dem Beispiel des heiligen Franziskus folgen zu wollen. Die Vertreter aus Politik und Gesellschaft rief er auf, mit ihm gemeinsam für die Würde aller Menschen, insbesondere jener in Notlagen und am Rand der Gesellschaft einzutreten. „Der heilige Franziskus würde sagen, dass diese Menschen unsere Meister sind und wir für sie arbeiten“, sagte Zore. Nuntius Janusz betonte in seiner Predigt bei der Messe, an der auch Staatspräsident Borut Pahor und Premierminister Miro Cerar teilnahmen, die großen Erwartungen an den neuen Bischof, der „ein Zeuge der Auferstandenen für die heutige Welt“ sein müsse. Zore übernimmt die Erzdiözese Ljubljana in einer schwierigen Situation. Der bisherige Provinzial der slowenischen Franziskaner tritt auf dem Bischofsstuhl die Nachfolge von Erzbischof Anton Stres (71) an, der im Vorjahr im Strudel eines Finanzdebakels in der zweiten großen slowenischen Erzdiözese Maribor (Marburg) hatte zurücktreten müssen. Der Finanzskandal stürzte die katholische Kirche in Slowenien in eine schwere Krise.