Bischof befasst sich mit Rückgang des Messbesuchs

Augsburg (DT/KNA) Dem Augsburger Bischof Konrad Zdarsa bereitet es große Sorge, dass immer weniger Katholiken die Gottesdienste besuchen. Ihre Zahl habe drastisch abgenommen, schreibt Zdarsa in seinem Hirtenwort zur österlichen Bußzeit. „Und wir leiden darunter.“ Für Geistliche, die schon lange im priesterlichen Dienst stünden, sei das eine „ziemliche Herausforderung, wenn nicht sogar eine schwere Anfechtung“. Der Anteil der Katholiken im Bistum Augsburg, die im Jahr 2015 regelmäßig den Sonntagsgottesdienst besuchten, lag bei 12, 9 Prozent. 2010 waren es noch 15, 8 Prozent. „Jeder Getaufte, der uns fehlt, ist einer zu viel“, fügte Zdarsa hinzu. Der Rückgang dürfe die Kirche deshalb nicht zur Ruhe kommen lassen und müsse die „Sorge um die Heiligung unserer Brüder und Schwestern“ wach werden lassen. Der Hirtenbrief wurde am Wochenende in den Gottesdiensten in der Diözese Augsburg verlesen. Zdarsa regte eine regelmäßige Fürbitte für jene Christen an, „mit denen wir in ganz besonderer Weise durch das Sakrament der Taufe verbunden sind“. Er bat die Gläubigen, in ihren Gebeten derer zu gedenken, „die wir zwar nur selten oder niemals mehr in unseren Gottesdiensten antreffen, die aber nach wie vor zu uns gehören“. Vorrangige Aufgabe der Seelsorge und Verkündigung müsse es sein, Menschen in eine lebendige Beziehung zu Christus zu bringen, so Zdarsa. An zentraler Stelle müsse dabei die sonntägliche Feier der Eucharistie und der Sakramente stehen.