Bischöfe weisen Landjugend zurecht

Paris (DT/KAP/KNA) In einem Streit um die Position zur Abtreibung zwischen dem französischen Landjugendverband MRJC und katholischen Geistlichen hat sich nun die Französische Bischofskonferenz zu Wort gemeldet. Auch wenn eine schwierige Geburt erwartet werde, könne ein Schwangerschaftsabbruch keine „angemessene Antwort“ sein, heißt es in einer Erklärung der Bischofskommission für Glaubensbewegungen. Von einer kirchlichen Bewegung werde bei einer so „schwerwiegenden Frage“ erwartet, dass sie die Menschen begleite und ihnen eine Perspektive in der Gesellschaft biete. Dabei müsse das „unantastbare Prinzip der Menschenwürde“ im Vordergrund stehen. In der Tradition der katholischen Kirche gelte dieses Prinzip von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod. Mitte Januar hatte die katholische Landjugendbewegung in Frankreich Abtreibung als ein „Grundrecht“ bezeichnet. Damit distanzierte sie sich von einer Erklärung des „Marsches für das Leben“ am 21. Januar in Paris. Die Veröffentlichung der MRJC-Position zur Abtreibung führte zu einer Debatte in der Kirche. Der Bischof von Montauban in Südfrankreich, Bernard Ginoux, erklärte, der MRJC sei keine katholische Bewegung mehr und erhalte keine finanziellen Mittel mehr. Der Generalvikar der Missionsgesellschaft in Frankreich, Arnaud Favart, stärkte der Jugendorganisation hingegen den Rücken.