Berlin: Keine Sorge wegen Protesten bei Papstbesuch

Berlin (DT/KNA) Die angekündigten Proteste gegen den Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. sind für das Erzbistum Berlin kein Grund zur Besorgnis. Er gehe davon aus, dass Berlin seinem Ruf als gastfreundliche und weltoffene Stadt gerecht werde, sagte Weihbischof Matthias Heinrich in einem am Dienstag vorab verbreiteten Beitrag für den RBB-Hörfunk. Benedikt XVI. werde sich nicht verstecken. Nach Angaben des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) Berlin-Brandenburg bereiten unter seiner Koordination über 20 kirchenkritische Gruppierungen Protestaktionen vor und während des Papstbesuchs in der Bundeshauptstadt vor. Unter anderen beteiligen sich Mitglieder von SPD, Grünen und Linkspartei, der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, der Organisation Pro Familia und der kirchenkritischen Giordano-Bruno-Stiftung. Bereits bei dem Besuch von Papst Johannes Paul II. gab es lautstarke Proteste. Heinrich betonte, die Berliner Katholiken hätten gelernt, mit verschiedenen Auffassungen zu leben. Im Bundestag und in einem öffentlichen Gottesdienst werde der Papst Worte finden, die „allen Menschen guten Willens zu denken geben“. Benedikt XVI. kommt vom 22. bis 25. September nach Deutschland.