Bayern: Bischöfe investieren mehr Geld in Eichstätter Uni

Freising (DT/KNA) Die bayerischen Bischöfe stocken ihr finanzielles Engagement für die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) auf. Bei ihrer am Donnerstag in Freising beendeten Herbstvollversammlung beschlossen sie, in den nächsten drei Jahren jeweils zusätzlich 1, 3 Millionen Euro in Forschung und Lehre an der KU zu investieren. Der Vorsitzende der Freisinger Bischofskonferenz, Erzbischof Reinhard Marx, sagte, damit wollten die Bischöfe ein Zeichen setzen. „Wir wollen diese katholische Universität, wir wollen sie als wissenschaftlich herausragende Einrichtung weiterentwickeln und uns langfristig engagieren.“ Die zusätzlichen Mittel sollen in den von den Bischöfen gewünschten Schwerpunkt Bildungsforschung fließen. Ziel sei, dass die KU in diesem Bereich konkurrenzfähig zu anderen Universitäten werde und dies auch öffentlich so wahrgenommen werde, sagte der Chef des KU-Stiftungsvorstands, Peter Beer. Marx dankte der seit Sommer amtierenden Interimsleitung der Universität. Die Bischöfe würden anerkennen, dass seither Bewegung an der Hochschule entstanden sei, und wollten diesen Prozess unterstützen. Zur erneuten Ausschreibung des Präsidentenamtes erklärte Marx, die Bischöfe gingen davon aus, dass es beim angestrebten Zeitplan bleibe. Demnach soll der neue Präsident sein Amt im August 2009 antreten. Die Ausschreibung sei erfolgt und mit dem Hochschulrat vereinbart, dass der kirchliche Träger kommunikativ in das Auswahlverfahren einbezogen worden sei. „Wir wollen es nicht noch einmal so weit kommen lassen“, bekräftigte Marx mit Blick auf die im April am Veto des Eichstätter Bischofs Gregor Maria Hanke gescheiterte Wahl des Theologen und Managers Ulrich Hemel zum neuen Präsidenten der Uni. Die KU ist die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum. Über eine Stiftung wird sie von den sieben bayerischen Bistümern getragen.