Algermissen: Unbewegliches Kirchturmdenken geht nicht

Fulda (DT/KNA) Vor einem „unbeweglichen Kirchturmdenken“ hat der Bischof von Fulda Heinz Josef Algermissen die Katholiken in seinem Bistum gewarnt. In einem am Donnerstag in Fulda vorab veröffentlichten Beitrag für seine Bistumszeitung „Bonifatiusbote“ appelliert der Bischof an die Gläubigen, „auch die Nachbarkirchen als ,ihre‘ Kirche anzunehmen“. Wenn nicht mehr in jeder Kirche an jedem Sonntag die Heilige Messe gefeiert werden könne, sei auch die Bereitschaft gefragt, „sich auf den Weg zu machen“. Es brauche dringend die „Dimension über den Tellerrand hinaus“. Zugleich erinnert Bischof Algermissen an seinen Fastenhirtenbrief aus dem Jahr 2004, in dem er zur Feier verschiedenster Formen des Wortgottesdienstes wie etwa Stundenliturgie und Andachten aufgerufen hatte, denen kein Priester vorstehen müsse. Allerdings dürfe dies nicht dazu führen, dass eine neue Wortgottesdienstkultur entstehe, die die Gläubigen der Messfeier entfremde.