17 000 Gläubige bei Kiliani-Wallfahrt

Würzburg (DT/POW) Mehr als 17 000 Menschen haben die am Sonntag zu Ende gegangene Kiliani-Wallfahrtswoche im Bistum Würzburg besucht. Gläubige aus ganz Unterfranken kamen zu den 19 Pontifikalgottesdiensten in den Kiliansdom, wo die Häupter der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zur Verehrung aufgestellt waren. Die Wallfahrtswoche stand unter dem Motto „Komm, Herr Jesus – Maranatha“. Die Krise in Gesellschaft und Kirche bestimmte auch die Predigten in der Wallfahrtswoche. Bischof Friedhelm Hofmann bezeichnete die aktuelle Lage der Kirche als sehr ernst. Dramatisch sei die Verabschiedung vieler Menschen von den Kirchen. Weihbischof Ulrich Boom sprach von gewaltigen Herausforderungen für Kirche und Gesellschaft. „Wir spüren, dass wir an die Grenzen des materiellen und geistigen Vermögens herangekommen sind.“ Die Kirche müsse wieder Gott in die Mitte des Lebens stellen. Hofmann und Boom ermutigten die Gläubigen zudem, dem Beispiel der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan zu folgen. Der christliche Glaube habe eine Zukunft, weil Gott verheißen habe, dass er die Welt mit ihren Mängeln und Unzulänglichkeiten neu schaffen werde, sagte Bischof Hofmann. Gottvertrauen und Zusammenhalt legte Weihbischof Boom den Pilgern nahe. Überall, wo die Menschen Vertrauen in Gott und Menschen legten, holten sie ein Stück Himmel auf die Erde. Angesichts einer Welt, die zunehmend auseinanderfalle, gelte es, das Gesamte im Blick zu haben. Die meisten Pilger lockten die Tage der Ehejubilare, die erstmals auf drei Gottesdienste verteilt waren. Insgesamt kamen gut 3 500 Frauen und Männer in den Dom, um ihr silbernes, goldenes oder diamantenes Ehejubiläum zu feiern und sich vom Würzburger Bischof segnen zu lassen. „Sie alle verkörpern erfüllte Hoffnungen auf eine geglückte Liebes- und Ehegemeinschaft“, dankte der Bischof den Ehejubilaren. Für Hofmann gehörten die Tage der Ehejubilare zu den beglückenden Erfahrungen der Kiliani-Wallfahrtswoche. Die Ehejubilare machten beeindruckend deutlich, dass das Modell Ehe nicht aus der Mode kommen dürfe, weil es die Verbindung zum Geheimnis Gottes schlage.

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