Würzburg

In der "Stadt des Lichtes" gibt es keine Angst

„Die Pilgerreise“ - ein Film auf Animationsbasis - erzählt eine bewegende Geschichte vom Weg der Verbreitung des Glaubens.

Die Pilgerreise
Die Geschichte von Christian Pilger zeigt den Weg zum Glauben. Foto: GREAT MOVIES GMBH

Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ Diese Frage stellt nicht nur der reiche Jüngling im Markus-Evangelium. Jeder stellt sich früher oder später diese Frage im Leben. Der am Samstag, den 19. September, erstmals im deutschen Fernsehen auf Bibel TV ausgestrahlte Film „Die Pilgerreise“ versucht diese Frage nun endgültig zu beantworten. Der Animationsfilm basiert auf der Buchvorlage „The Pilgrim's Progress“ von 1678. Es geht um die Geschichte von Christian Pilger.

In einer Stadt namens „Unverflucht“, in der Arbeit das Wichtigste ist, verschwindet plötzlich ein Mann. Das sorgt für große Aufregung „Denn Jeder weiß, dass hinter den Grenzen der Tod auf Ihn wartet.“ Bei der Hausdurchsuchung des Verschwundenen findet man Aufzeichnungen von einer sogenannten Himmlischen Stadt. Heimlich nimmt Christian, einer der vielen Arbeiter in der Stadt „Unverflucht“, eines der Bücher mit zu sich nach Hause. Aus diesem besonderen Buch erfährt er von der „Stadt des Lichts“, in der es weder Schmerzen noch Angst geben soll, von Freundlichkeit und unrechten Dingen, die man wieder gut machen müsste und von einem herannahenden Krieg, in dem seine Heimatstadt zerstört wird. Seine Familie kann er von seiner Entdeckung nicht überzeugen, doch Christian hat sich entschieden – er muss diese himmlische Stadt finden, egal wie lang und schwer der Weg dorthin ist. Auf seinem Weg muss Christian viele Gefahren bestehen, angefangen mit dem „Sumpf der Mutlosigkeit“. Aber Christian ist nicht auf sich allein gestellt, er bekommt Hilfe von Evangelist, Helfer, Wachsamkeit und vielen anderen. So nimmt die abenteuerliche Pilgerreise ihren Lauf.

Auf dem Weg bleiben, auch wenn die Reise schwierig ist

Die Geschichte von Christian ist eine Versinnbildlichung eines Weges hin zum christlichen Glauben, und damit zu Gott selbst. Wie im richtigen Leben hat Christian auf dieser Reise mit vielen Hindernissen zu kämpfen, aber erfährt auf seinem Weg auch immer wieder den Beistand Gottes durch Boten oder gar durch Jesus selbst. Auf der Website des Filmes heißt es: „Diese kraftvolle Allegorie hilft Familien zu verstehen, dass die spirituelle Reise die wichtigste Reise im Leben ist und dass es wichtig ist, auf dem Weg zu bleiben, auch wenn die Reise schwierig wird.“

John Bunyan, der Autor dieser Geschichte, war ein englischer Baptistenprediger und schrieb diese aufregende Geschichte in seiner langen Zeit im Gefängnis. Er war wegen Missachtung des Predigtverbots inhaftiert. Man bot ihm an freizukommen, wenn er ein Dokument unterzeichne, in dem er jegliches Predigen zu unterlassen erkläre. John Bunyan unterzeichnete das Schriftstück nicht, obwohl er Familie zu Hause hatte. Die Verbreitung des Glaubens war für ihn wichtiger.

Das Buch zählt zu den bedeutendsten englischsprachigen Erzählungen aller Zeiten, über Jahrhunderte war in England nur die Bibel populärer als dieses Buch. Bisher wurde es in über 200 Sprachen übersetzt. Präsident Theodore Roosevelt schrieb mal darüber: „Bunyans ,Pilgerfortschritt‘ ist für mich eines der größten Bücher, die jemals geschrieben wurden.“

Der Film erhielt gleich zwei hohe Auszeichnungen

Auch der Film hat inzwischen eine große Anhängerschaft. Beim „Christian Worldview Film Festival 2020“ erhielt der Animationsfilm „Die Pilgerreise“ sogar gleich zwei Auszeichnungen: „Bester Spielfilm“ und „Beste Filmmusik“. „Wir haben bemerkt, dass diese jahrhundertealte Geschichte die Menschen weiterhin beeinflusst“, erklärt Executive Producer Steve Cleary. „Wir fühlen uns geehrt, dass wir Familien auf der ganzen Welt diese Geschichte auf eine neue Art und Weise erleben lassen können.“ Auch diejenigen, die nun meinen, eine im 17. Jahrhundert geschriebene Glaubensgeschichte ist nicht aktuell genug und kann nicht die Schwierigkeiten behandeln, die das heutige Ausleben des Glaubens mit sich bringt, werden ziemlich überrascht werden. Die Geschichte kann nicht nur als zeitlos beschrieben werden, sondern sie ist brandaktuell „Da unsere Welt vor einer so beispiellosen, ungewissen Zukunft steht, ist die Geschichte der Reise von Christian Pilgrim wichtiger denn je“, sagt Steve Cleary. „Wir beten, dass die Geschichte es den Familien ermöglicht, neue Wege zu finden, die Kämpfe des Glaubenslebens zu führen, einschließlich Zweifel, Verfolgung, Not und Hoffnung.“

Auch wenn die Animationen des Films nicht an Filme wie „Toy Story“ oder „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ herankommen, was wahrscheinlich nur so stark auffällt, weil man heutzutage durch äußerst kostspielige Werke von Disney und Pixar so verwöhnt ist, so ist dieser Film allein wegen seiner so andersartigen Geschichte und der wundervollen Botschaft dahinter schon sehenswert, und zwar nicht nur für Kinder. Die Glaubensschwierigkeiten, die in diesem Film beschrieben werden, kommen bestimmt auch den Erwachsenen bekannt vor. So bietet sich durch diesen Film eine Möglichkeit an, aus einem ganz neuen Blickwinkel auf sein eigenes Glaubensleben zu blicken.


Der Film „Die Pilgerreise“ wird am 19. September um 20.15 Uhr in Bibel TV erstmals im deutschen FreeTV ausgestrahlt.

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