Sexualerziehung: „Demo für Alle“ bei Minister Spaenle

Das vom Aktionsbündnis „Demo für Alle“ und Elternaktion Bayern erbetene Arbeitsgespräch mit Kultusminister Ludwig Spaenle MdL über den von Eltern und Fachleuten kritisierten Richtlinienentwurf zur schulischen Familien- und Sexualerziehung hat am 12. September im Kultusministerium in München stattgefunden. Das Aktionsbündnis war vertreten durch Hedwig von Beverfoerde, Sabine Weigert (Elternaktion Bayern) und die Gender-Experten Professor Manfred Spieker und Birgit Kelle.

Das eineinhalb Stunden dauernde Gespräch mit Kultusminister Spaenle fand in konstruktiver Atmosphäre statt. Die kritischen Passagen des Richtlinienentwurfs wurden dabei eingehend diskutiert und ein Forderungspapier mit neun Punkten an Minister Spaenle überreicht.

Grundlegende Kritik richtet sich bereits gegen die Absicht, „die Themenkomplexe ,sexuelle Orientierung‘ und ,sexuelle Identität‘ angemessen“ in den Unterricht zu „verankern“. Es sei nicht Aufgabe der Schule, so das Aktionsbündnis, dass Schüler ihre „geschlechtliche/sexuelle Identität“ sowie „sexuelle Orientierung“ finden und annehmen. Ein solches Bildungsziel sei von den gesetzlichen Grundlagen für die schulische Sexualerziehung in Bayern nicht gedeckt. „Sexuelle Identität“ sei zudem ein unwissenschaftlicher, nicht definierter Begriff. Auf diesen Themenkomplex sei in der Schule daher vollständig zu verzichten.

Zum Abschluss des Treffens sagte Kultusminister Spaenle zu, den aktuellen Richtlinienentwurf vorerst nicht in Kraft zu setzen. Er versprach, sich mit den überreichten Forderungen und Fragen zu befassen und dem Aktionsbündnis gegenüber dazu Stellung zu nehmen.

Dazu Hedwig von Beverfoerde, Sprecherin des Aktionsbündnisses Demo für Alle: „Es freut mich sehr, dass der Kultusminister sich Zeit genommen hat, unsere fundierte Kritik am Richtlinienentwurf anzuhören und zugesagt hat, diese eingehend zu prüfen. Das weitere Vorgehen hängt jetzt von der Antwort des Ministers ab. Sexualerziehung ist einer der sensibelsten Bereiche für Kinder und Jugendliche in der Schule. Hier können verantwortungsbewusste Eltern keine risikobehafteten Erziehungsziele und Unterrichtsinhalte dulden.“ sk