Neues Zeitungslayout für „Die Tagespost“

Auf den Inhalt kommt es an. Damit der wirken kann, braucht es ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild. Mit der Überarbeitung ihres Layouts bleibt sich die „Tagespost“ treu. Einige Verbesserungen sollen die Zeitung noch attraktiver machen. Von Markus Reder

Wohl über jedes neue Zeitungslayout ließe sich ein Roman schreiben. Da ginge es dann um Schönheit und Präzision, um Arbeiten unter Hochdruck und harte Geduldsproben, um technische Finessen und jede Menge Medienthemen. Doch wen würde ein solcher Roman wirklich interessieren? Darum verzichten wir gerne auf seitenlange Einführungen über Schrifttypen und deren unterschiedliche ästhetische Wirkweisen. Stattdessen möchten wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in aller Kürze schildern, was wir an unserem Layout verändert haben und was uns dazu bewogen hat. Frei von jedem Fachchinesisch und in der Hoffnung, dass Ihnen das Ergebnis gefällt. Auf Einzelheiten und Neuheiten – etwa neue Rubriken oder neue Gestaltungselemente – weisen wir dann in den jeweiligen Ausgaben hin, in denen sie erstmals Verwendung finden.

Die deutlichste Überarbeitung hat die Titelseite der „Tagespost“ erfahren. Der Aufmacher ist, was Bebilderung und Textlänge angeht, variabler gestaltbar. Damit lässt sich die Titelseite optisch attraktiver und der Nachrichtenlage entsprechend flexibler gestalten. Ein deutliches Plus. Statt des bisherigen Inhaltskastens auf der ersten Seite gibt es künftig drei sogenannte Promo-Boxen, die auf einzelne Beiträge der jeweiligen Ausgabe hinweisen. Anstelle der humoristischen Glosse findet sich auf der Titelseite nun ein tagesaktueller Kurzkommentar. Auf die Glossen, die immer wieder für Begeisterung, mitunter aber auch für Missverständnisse gesorgt haben, möchten wir auch in Zukunft nicht verzichten. Ein bisschen Humor, ein ironisches Augenzwinkern tut gut – auch einer Zeitung, die viel schwere Kost zu vermitteln hat. Die Glosse findet sich künftig auf Seite 2.

Damit es zudem keine Verwechslung zwischen den unterschiedlichen journalistischen Gattungen geben kann, werden die einzelnen Rubriken explizit ausgewiesen. Der Leitartikel ist als „Leitartikel“ gekennzeichnet, der Kommentar als „Kommentar“ und die Glosse eben als „Glosse“, um nur drei Beispiele zu nennen. Auf vielfachen Leserwunsch haben wir unseren Leitartikeln ein kleines Bild des jeweiligen Autors hinzugefügt und mit diesem Gestaltungselement den zentralen Kommentar der Zeitung optisch hervorgehoben.

Grundsätzlich gilt für das neue Layout: Nichts von dem, was die Zeitung bislang ausgezeichnet hat, fällt weg oder wird weniger. Es gibt vielmehr einige Ergänzungen und Erweiterungen. Das gilt zum Beispiele für sogenannte Infoboxen, in denen bei längeren Texten die wesentlichen Inhalte in Kurzform zusammengefasst werden. Neben den klassischen Rezensionen wird es künftig auch Buchtipps geben, um den Literaturmarkt noch intensiver für Sie auswerten zu können. Im Kulturbereich wird die Musik eine verstärkte Rolle spielen. Was sich unter anderem in einer neuen Rubrik „CD-Besprechungen“ zeigen wird. Da längst nicht alle diese Neuheiten in dieser ersten „Tagespost“-Ausgabe im neuen Layout enthalten sind, werden wir sie bei ihrer erstmaligen Veröffentlichung gesondert erläutern. Bei der Auswahl der Schriften für unser neues Layout haben wir auf verbesserte Lesbarkeit und stilvolle Eleganz gesetzt. Das gilt auch für die Arbeit mit Weißräumen bei der Seitengestaltung. So sollen Traditionsbewusstsein und Modernität in gleicher Weise zum Ausdruck kommen. Damit wird auch optisch unterstrichen, dass eine katholische Zeitung wie die „Tagespost“ kein Produkt von gestern, sondern eines für heute und morgen ist.