Kommentar: Analverkehr im Schulunterricht

Von Alexander Riebel

Gehören Worte wie „Darkroom“, „Dildo“ oder „SM“ in den Schulunterricht? Nur wenn der Lehrplan eine die Kinder sexualisierende Absicht verfolgt. Nordrhein-Westfalen hat im Schatten der Demonstrationen gegen sexuelle Vielfalt an Schulen genau diese Vielfalt etabliert. „Schule der Vielfalt“ heiß das Projekt, das propagiert: „Wir sind offen“. Offen für alles zu sein, das dem linken Mainstream entspricht, schließt auch Analsex als Unterrichtsstoff ein. Schließlich will man in Nordrhein-Westfalen die „Schule ohne Homophobie“ vertreten, und das führt eben konsequent zum Thema Analsex. Dass auf der Internetseite www.schule-der-vielfalt.de vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen die Gegner gleichgeschlechtlicher Lebensweisen als die bezeichnet werden, die „ein Brett vorm Kopf“ hätten und für Ausgrenzung seien, zeigt die Stoßrichtung: Sogar ein „Puff für alle“ soll von den Schülern gebaut werden, in dem dann alle Praktiken dargestellt werden. Dabei geben die Stichwortgeber der Sexualpädagogik vor, Homophobie ausschalten zu wollen.

Aber so simpel antidiskriminierend ist das Vorhaben nicht. Anschauungsunterricht ist geplant: In Workshops und Theaterstücken, in Schullektüren und Filmen, Interviews mit Mitgliedern aus der Homosexuellenszene sowie der Teilnahme an Christopher-Street-Day-Paraden sollen Schüler permanent mit sexuellen Randgruppen konfrontiert werden, die damit in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden. Wo die Schüler bei all dem seelisch bleiben, wird nicht gefragt. Dass sich nun Kinder im Alter von zwölf und 13 Jahren mit allen sexuellen Varianten vor ihren Mitschülern und Lehrern auseinandersetzen müssen, wird zur beabsichtigten Prägung durch Relativierung von echter Liebe führen. Von Liebe ist am wenigsten die Rede, nur vom Sexualität machen, dem Herbeiführen künstlicher Situationen, die keine Geborgenheit geben. Das Schamgefühl der Kinder soll gewaltsam beseitigt werden und damit noch intensiver die sexualisierte Gesellschaft herbeigeführt werden. Lesbisch- und Schwulsein werden als „Lebensform“ etabliert. Wahlmöglichkeiten gibt es nicht, die Sexualisierung ist total.