Judenmission: Was das Neue Testament sagt

Die Neuformulierung der Karfreitagsfürbitte in der „alten Messe“ sorgt für Diskussionen – Wie aber steht es um den biblischen Befund und was bedeutet das für heute?

Die vollständige Bekehrung des jüdischen Volkes zum Glauben an Jesus Christus ist dem judenchristlichen Apostel Paulus ein Herzensanliegen. Das ist nicht so dahergesagt. Dem gilt die ganze Sehnsucht des Apostels. Er kennt drei Wege, auf denen dieses Ziel verwirklicht werden könnte: Die Fürbitte, die Mission und das, was Gott selbst am Ende der Zeiten dafür tun wird.

Der heilige Apostel Paulus betet im Römerbrief für die Bekehrung seines Volkes: „Es ist mein innigster Herzenswunsch und ich bete flehentlich zu Gott, dass mein Volk den Weg zum Heil finden möge.“ (Röm 10, 1) Hat Israel den Weg zum Heil noch nicht gefunden? Paulus sagt dazu: „ ... ihnen fehlt die rechte Einsicht. Denn sie versuchen, auf dem alten, rein jüdischen Weg gerecht zu werden. ... Sie haben den wahren Weg zur Gerechtheit links liegen lassen. Denn Christus hat das gebracht, was das Gesetz nicht leisten konnte ...“. – Wenn der Papst daher die Karfreitagsfürbitte im außerordentlichen Ritus neuformuliert, dann hält er sich gewissenhaft an Paulus: „Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Retter aller Menschen“.

Gott wird Israel bekehren

Am Schluss der einschlägigen Kapitel Röm 9–11 hält Paulus noch eine Überraschung bereit. Er hat Einsicht in ein Geheimnis der Heilsgeschichte bekommen: „... die Verstockung der Juden wird nur so lange dauern, bis alle Heidenvölker für das Evangelium gewonnen sind. Ganz Israel wird so zum Heil kommen, wie es in der Schrift beschrieben ist: ,Von Sion her kommt der Befreier, der Israels Schuld aufheben wird. Und ich werde meinen Bund mit ihnen verwirklichen, wenn ich ihre Sünden vergebe.‘“ (11, 25–29). Am Ende der Geschichte also, wenn die Heiden bekehrt sind, wird Jesus erneut zu Israel kommen („Von Sion kommt der Befreier ...“). Zweifellos besteht der Sinn des abermaligen Kommens Jesu nach Paulus darin, dass Israel Erbarmen findet und seinen Messias anerkennt. Wie sagt es der Papst? „ ... dass wenn die Fülle der Völker in deine Kirche eingetreten ist, ganz Israel gerettet wird.“

Und zur Mission sagt Paulus, er sei aus folgendem Grund als Missionar für die Nichtjuden tätig: „Meine jüdischen Geschwister will ich zum Protest herausfordern, um sie zum Nachdenken zu bringen, vielleicht kann ich ja einige von ihnen retten.“ Und in Röm 9, 2f sagt er zu diesem Thema: „Mein Volk erfüllt mich mit tiefer Trauer und großem Schmerz. Ich würde es sogar auf mich nehmen, von unserem Messias getrennt und fern zu sein, wenn ich dadurch meinen jüdischen Geschwistern helfen könnte. Sie gehören doch zu mir ...“. Nach 11, 11 will Paulus die nicht-christlichen Juden zornig machen, damit sie zum Glauben kommen. Man gewinnt den Eindruck, dass Paulus selbst eher zur indirekten Mission neigt, also durch die Wirkung seiner Heidenmission die Juden bewegen möchte. Das ist auch gut verständlich, weil viele Juden gegen Paulus, den vermeintlichen Renegaten, extrem aufgebracht waren.

Nun gibt uns im Neuen Testament nicht nur Paulus Auskunft über das Thema der späteren Christianisierung der Juden. Zwei äußerst gewichtige Zeugnisse treten hinzu, und zwar aus den vier Evangelien. Zunächst geht es um Jesu eigene Erwartung nach der sehr alten Matthäus und Lukas gemeinsamen Überlieferung aus der sogenannten Logienquelle. Zitiert nach Lukas 13, 34 heißt es da: „Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln ... doch ihr wolltet nicht. Zur Strafe wird euer Haus verlassen dastehen, der Tempel leer sein. Doch eines Tages werdet ihr mich wiedersehen. Dann werdet ihr mir zurufen: ,Willkommen‘ Du bist der, der da kommen soll in Gottes Namen.“ (parallel: Mt 23, 37–39). Auf Jesu Predigt zu Lebzeiten hat Israel im Ganzen nicht gehört. Deshalb wird Jerusalem zerstört.

Das ist soweit allgemein verbreitetes jüdisches Prophetenbild: Wenn Israel auf einen Propheten nicht hört und ihn gewaltsam behandelt, wird zur Strafe Jerusalem zerstört. Doch später wendet sich Gott Israel wieder zu; aus der Zerstreuung darf es heimkehren. Diese letzte Phase ist bei Jesus anders gestaltet: Nicht Israel kehrt heim, sondern Jesus kehrt zurück. Und bei seiner Rückkehr wird er freudig empfangen werden. Denn Israel wird ihn jetzt anerkennen. Der alte Pilgerruf „Gelobt, der da kommt im Namen des Herrn“ (Ps 118, 26), wird ertönen, und „der da kommt“ ist nicht ein gewöhnlicher Pilger, sondern hier schiebt sich die selbstständige Bedeutung, die der Ausdruck „der da kommen soll“ in diese Szene ein. Und der, „der da kommen soll“, ist der Messias, die Wendung ist bei Juden und Samaritanern längst zur Fachbezeichnung des Messias geworden. Man vergleiche die Täuferanfrage an Jesus Mt 11, 3: „Bist du der, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?“ Das heißt: Auch Jesus selbst erwartet, dass er ein zweites Mal kommen und dass Israel sich dann zu ihm bekehren und bekennen wird.

Die Übereinstimmung der Erwartung des Apostels Paulus nach Röm 11 und der eigenen Erwartung Jesu nach Mt 23; Lk 13 ist frappierend. Sowohl Jesus als auch Paulus erwarten für das Ende eine vollständige Bekehrung Israels, und zwar in Jerusalem. Es ist nun die Eigenart jüdischer Zukunftshoffnungen, dass keine einzige dieser Erwartungen sozusagen „vom Himmel“ fällt. Stets geht es um Neugestaltung, Umbau und Umformulierung älterer Erwartungen. So auch in diesem Fall. Dass Jesus zweimal kommt, einmal eher unspektakulär und beim zweiten Mal dann „richtig“ und so, dass alle Heilserwartungen erfüllt werden, das beruht auf einem älteren jüdischen Grundsatz oder Dogma, nach dem in der Tat der Messias zweimal kommen wird. Der Messias kommt zu Israel und stellt es wieder her, „und die gehungert haben, werden Wunder schauen“.

Wenn er aber wiederkommt, dann zur Auferstehung, und er wird sich auf den Thron seines Königreiches setzen und niemand wird mehr sterben. Nach anderen wird der Messias beim zweiten Kommen die Heiden richten, den Rest Israels aber befreien. Diese Erwartung vom doppelten Kommen des Messias wird in den christlichen Texten aufgegriffen. Der Schlussakt ist nicht gegen die Heidenvölker gerichtet, sondern dient ihrer Bekehrung. Die christliche Erwartung, dass der Messias zweimal kommt, ist also nicht ungewöhnlich. Entweder stellt er schon beim ersten Kommen Israel wieder her oder beim zweiten Kommen die zwölf Stämme. Beim zweiten Kommen werden die Heiden zur Anerkennung des jüdischen Gottes gelangen. Im Neuen Testament bietet das zweite Kommen die Chance, Israel ganz zu erlösen.

Eine besondere Auffassung von Judenmission hat das 4. Evangelium, ein judenchristliches Evangelium für jüdische Leser. Von einer Missionierung der Juden ist scheinbar nicht die Rede. Es gibt auch keine Reden Jesu, mit oder nach denen die Jünger ausgesandt werden. Sendung ist nur im Sinne von Bevollmächtigung, aber nicht im Sinne von Wegschicken zu verstehen. Dennoch ist dieses keine „unmissionarische“ Gemeinde. Die missionarische Wirkung ist anders vorgestellt: „Lass alle eins sein, wie du, Vater, mit mir eins bist und ich mit dir. Lass auch sie eins mit uns sein, damit die Welt glauben kann, dass du mich gesandt hast. (22) Ich habe ihnen die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, weitergegeben, damit sie eins sind, wie auch wir eins sind ... So kann die Welt erkennen, dass du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast“ (Joh 17, 21–23).

Das heißt: Hier geschieht die Mission, indem die Außenstehenden das liebevolle Miteinander in der Gemeinde beobachten. Man nennt diese Mission zentripetal, weil die Gemeinde so, wie sie ist, so, wie sie sich gibt, im Mittelpunkt steht. Sie wird gewissermaßen von den Außenstehenden erstrebt. Die Mission geschieht nicht, indem Jünger von der Gemeinde ausgehen, sondern indem Menschen zur Gemeinde hinzukommen. Man weiß, dass so auch jüdische Gemeinden ihre Proselyten (Übertretende aus dem Heidentum) gewonnen haben. Das ist ein Werben durch das bloße Dasein. Der Evangelist Johannes weiß wie der Evangelist Matthäus (vgl. 5, 15f) um die werbende, missionarische Bedeutung des vorbildlichen Miteinanders.

„Alle Heidenvölker“ oder „alle Völker“?

Bezieht sich der Missionsbefehl Jesu in Mt 28,18–20 auf alle Völker (inklusive Israels) oder „nur“ auf alle Heidenvölker? Die Antwort auf diese Frage ist in jedem Falle umstritten. Denn das griechische Wort „ethne“, das in 28, 20 gebraucht wird, bezieht sich in der griechischen Bibel stets auf die Heidenvölker, zu denen Israel nicht gehört. Aber das Matthäus-Evangelium kennt auch eine eigene Judenmission. Sie wird ausdrücklich auf die Zeit vor Ostern zurückgeführt. Sie ist anders als die Heidenmission. Denn bei der Heidenmission nach Mt 28, 19f steht das Lehren und das zu Jüngern Machen im Vordergrund. Die Taufe ist trinitarisch, weil die Heiden ja auch den Vater nicht kannten. – Die Judenmission ist dagegen ein getrenntes Unternehmen: Die Jünger gehen nicht auf samaritanischen oder heidnischen Wegen, sie wirken Wunder wie Jesus selbst (was in Mt 28 fehlt), und auf jeden Fall gilt, dass sie mit ihrer Aufgabe in den Städten Palästinas nicht fertig sein werden, „bis der Menschensohn zum Gericht kommt“ (10, 23), also wird sie auch in der Gegenwart des Evangelisten fortgesetzt. Von dieser vorösterlich begonnenen Mission kann Jesus sagen, er sei nur zu den verlorenen Schafen Israels gesandt (10, 6; 15, 24). Für die Sendung durch den Auferstandenen nach Ostern gilt das nicht – hier ist ja auch nicht Jesus gesandt, sondern seine Jünger.

Resultat: Das Missionieren der Städte Israels wird bis zum Wiederkommen des Menschensohnes fortgesetzt. Es ist eine Mission, die wesentlich an Zeichen (Wundern) ausgerichtet ist (Mt 10, 8: Kranke, Tote, Aussätzige, Besessene, Stichwort: Vollmacht). Die Mission unter den Heidenvölkern vollzieht nicht mehr der sichtbare Jesus selbst, sondern die von ihm ausgesandten Jünger (Jesus ist unsichtbar mit ihnen 28, 20). Betont wird die Belehrung. Nach Mt 10, 1 empfangen die Jünger „Vollmacht“, nach Mt 28 hat Jesus allein Vollmacht (28, 18). Bedenkt man die Unterschiede, dann hat man Mühe, das Wort „Mission“ einfach für beides zu verwenden. Bei der Israelmission nach Mt 10.15 geht es in erster Linie um eine Demonstrationsreise von Jüngern durch die Städte Israels. Nach Mt 28, 19f eher um Unterricht und „Initialkatechese“. Damit entsprechen die beiden Arten von Mission nach Matthäus recht genau dem, was auch der Apostel Paulus in 1 Kor 1, 22 sagt: Die Griechen erwarten Weisheit (Belehrung), die Juden dagegen Zeichen (wie Mt 10, 8). So ergibt sich: Das Matthäus-Evangelium kennt eine auf Jesus selbst zurückgehende Judenmission. Diese ist in jeder Hinsicht von der Heidenmission abgegrenzt. An ihrer Berechtigung und Notwendigkeit besteht gar kein Zweifel.

Von Lk 4 an bis zu Apg 28, bei Lukas geht es immer darum: Der Anfang an jedem Ort ist die Predigt in der Synagoge. Die Juden haben als Gottesvolk ein bleibendes Anrecht darauf. Das gilt auch für Synagogen in der jüdischen Diaspora: Erst wenn die Juden das Evangelium gehört und abgelehnt haben, sind die Heiden dran. Das Privileg der Juden auf das Hören der Erstverkündigung bleibt bestehen. Das heißt: Die Evangelien nach Matthäus, Lukas und Johannes, die Apostelgeschichte und Paulus kennen auch nach Ostern noch eine lebendige Judenmission. Es besteht daher kein Grund, aus exegetischen Gründen nach dem Zeugnis des Neuen Testaments darauf zu verzichten. Dazu hat niemand das Recht!

Ein besonderes Wort verdient noch Apokalypse 3, 9. Von gegenwärtigen jüdischen Verfolgern der christlichen Gemeinde soll nämlich in Zukunft gelten: „Ich werde dafür sorgen, dass sie zu dir kommen und vor dir auf die Knie fallen und anerkennen, dass ich dich erwählt habe“. Hier ist von einer Bekehrung von Juden die Rede, die ähnlich geschieht, wie das Evangelium nach Johannes sie wohl denkt.

Wo das Neue Testament von Judenmission spricht, geschieht sie stets durch Judenchristen, nicht durch Heidenchristen. Das hat seinen guten Sinn. Denn das Heil kommt von den Juden und nicht von den Heiden. Die Wurzel Jesse erblüht aus Israel selbst. Wie soll man als Heidenchrist den Juden etwas nahebringen, das sie durch Gottes Gnade aus Eigenstem erkennen könnten? Denn es sind – im Angesicht von Mission – eben nicht alle Völker gleich. Israel bleibt Gottes erste Liebe. – In der Gegenwart besteht freilich das Problem, dass der Judenchristen, jedenfalls die unter ihnen, die „messianische Juden“ sind, zwischen den Konfessionen und Religionen zermalmt werden. Da Judenchristen aber heute aus vielerlei Gründen viel zu wenige sind, haben vielleicht doch irgendwie Heidenchristen die Aufgabe, für die Liebe zu Jesus zu werben.

Sowie das Christentum römische Staatsreligion wurde, haben Judenverfolgungen begonnen. Deshalb vor allem erscheint es als undenkbar, dass Heidenchristen nach siebzehnhundert Jahren Judenpogromen anfangen wollen, Juden zum Christentum zu bekehren. Das gilt insbesondere für Deutsche. Derjenige kann nicht missionieren, der ganz offensichtlich im Namen seiner Religion Verbrechen begangen hat, die die Verwandten der zu Missionierenden trafen. Der Pädagoge muss leben, was er lehrt. – So sehr ich dieses alles verstehe, gerade hier gibt es Unbehagen. Denn zu keinem Zeitpunkt waren christliche Missionare moralische Helden. Und wer erwartet, der Missionar solle zunächst einmal die eigenen Sitten bessern, hat wiederum das Entscheidende nicht erfasst. So macht Christentum nur beiden Seiten Angst. Die Moral erweist sich hier als Falle. Denn nie wird irgendein Missionar moralisch perfekt sein. Und immer wird das Volk Israel sowohl im Ganzen als auch für jeden Einzelnen Klage erheben können, schlecht behandelt zu werden. Ob man Gutes oder Schlechtes vom Missionar empfangen hat, darf kein Kriterium sein, obwohl jeder aufgrund der geschehenen extremen Verbrechen sensibel geworden sein müsste. Mir sind die Texte wie Mt 5, 15 und Joh 17, 23 nicht unbekannt, wonach Glaubwürdigkeit im Verhalten Maßstab der Mission ist. Interessant ist freilich, dass es an beiden Stellen um das Verhalten der Christen zueinander geht. Man könnte sagen: um wieviel mehr gilt dann das Verhalten nach außen. Dennoch ist die Moralfrage eine Falle. Denn dann könnten Christen niemals irgendjemandem den eigenen Glauben weitergeben wollen. Das moralische Versagen ist furchtbar. Dennoch taugt es weder als Entschuldigung für mangelnden Mut zur Verkündigung („Wir können den Juden sowieso nichts sagen“) noch als Grund für die Ablehnung („Die Christen verhalten sich unmessianisch“). Das Christentum hat bessere Moral immer nur als Beiprodukt angesehen.

Wir erinnern uns: Judenmission im Neuen Testament erfolgt nach Matthäus und Paulus durch „Zeichen“, also durch Wunder und andere geistliche Erfahrungen. Auch wenn Franz Werfel (gest. 1945) nicht Christ wurde, weist er den rechten Weg zum Christentum. Ich denke an „Das Lied von Bernadette“ (1941) und an „Der veruntreute Himmel“(1938). Hier geht es gerade nicht um Moral, sondern um Gottes Wirken an der Seele der Menschen. Die Annäherung an den Glauben ermöglichte in beiden Fällen die jüdische Mystik. – Ich denke an die heilige Edith Stein. Ihr Weg führte vom Judentum geradewegs in die Mystik des Karmel. Das gilt besonders für das Geheimnis der Stellvertretung („Ich sterbe für Deutschland“).

Die jüdische Mystik führt in die Tiefe des katholischen Glaubens

Ich denke an den Weg des Kardinals Lustiger zum Christentum und an das Gebet des Jossel Rakover aus dem brennenden Warschauer Ghetto 1944, das gerade so endet wie das letzte Wort Jesu am Kreuz nach Mk 15,34: „Ich sterbe als von Gott Verlassener“. – Auf diesem Gebiet also, bei der Erfahrung der faszinierenden Gnade Gottes wider alle Moral, bei der Gotteserfahrung in der Tiefe des entsetzlichsten Leidens, immer wieder auch deutlich im Geheimnis der Zusammengehörigkeit von Gott mit seinem Volk beziehungsweise der Kirche, geht es auch um die Umrisse eines geistlich neu geklärten Christentums. Die jüdische Mystik führt in die Tiefe des katholischen Glaubens. So ist der oben zitierte Satz aus Apk 3,9, wenn man ihn nicht triumphalistisch, sondern theologisch versteht, wohl doch wahr. Und warum soll Mission nicht zentripetal geschehen wie nach dem 4. Evangelium?