Eine Jugend, die Hoffnung macht

Lebensschutz: Das „Christival“ hat den richtigen Weg gezeigt

Das „Christival“ ist vorbei. Unter Sicherheitsvorkehrungen, die eher an einen amerikanischen Großflughafen erinnerten, als an ein christliches Jugendfestival, fand das „umstrittene“ Seminar der „Birke“ mit dem Titel „Sex ist Gottes Idee – Abtreibung auch?“ statt. Ein Seminar unter mehr als 230 weiteren und doch anders als die anderen.

Unmittelbar vor Beginn hatten „Autonome“ noch versucht, Jugendliche mit Gewalt daran zu hindern, an dem Seminar teilzunehmen. Ein großes Transparent war zu sehen mit der Aufschrift „Mein Bauch gehört mir“. Erst nachdem 34 gewaltbereite Demonstranten verhaftet und von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden, fand jeder, der zu dem Seminar wollte, Einlass.

Woher nur all dieser Zorn? Woher nur diese große Verwirrung, die allzeit bereit und gewillt ist, in Gewalt umzuschlagen? Gewalt gegen Menschen und Einrichtungen, die kein anderes Ziel haben, als schwangeren Frauen zu helfen und ungeborene Kinder vor dem Abtreibungstod zu retten.

Ich weiß es nicht. Waren es die vielen Hetzartikel und Verleumdungen im Vorfeld? Da haben Personen und Institutionen mit Vehemenz die Absetzung unseres Seminars verlangt, die ansonsten allenthalben und unentwegt von Toleranz reden und jeder Form von „Diskriminierung“ den Kampf angesagt haben. Verkehrte Welt.

Dem Interesse am Seminar selbst tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der Andrang war so groß, dass die deutliche Mehrheit der Interessierten draußen bleiben musste. Die Teilnehmerzahl war von vornherein auf 85 Jugendliche begrenzt.

Was geschah nun aber hinter verschlossener Tür in dem Seminar, vor dem sich so viele gefürchtet hatten? Nichts Außergewöhnliches. Geschildert wurde der Schwangerschaftskonflikt von Laura K. Ein Konflikt, wie wir ihn in unserer Arbeit täglich erleben. Als die Jugendlichen die Schilderung des Beratungsgesprächs hörten und das Unterstützungsangebot sahen, das die „Birke“ Laura anbot, war ihr Votum eindeutig: JA zum Leben ist immer die richtige Entscheidung – und Hilfe anzunehmen. Abtreibung ist der falsche Weg. Lauras Baby lebt – nicht nur im Seminar, weil das Beispiel auf einem realen Konflikt basiert.

Was bleibt ist eine Erkenntnis und eine Hoffnung. Die Erkenntnis lautet: Die neue Jugend stellt die richtigen Fragen und spürt die Sehnsucht nach Wahrheit und Recht. Stellen wir uns ihren Fragen! Die Hoffnung ist, dass ein großes Umdenken in Gang gekommen ist und weiter Platz greift. Das Thema Lebensrecht ist wieder da! Gott sei Dank.