„Bild plus“ hat schon 152 500 Abonnenten

Journalismus gegen Geld hat im Internet eine Chance. Das Medienhaus Axel Springer hat Zahlen zum eigenen Angebot vorgelegt – und die stimmen den Konzern optimistisch. Sechs Monate nach dem Start von „Bild plus“ hat das kostenpflichtige Internetangebot der „Bild“-Zeitung rund 152 500 Abonnenten. Etwa ein Drittel der Nutzer habe zusätzlich „Bundesliga bei Bild“ mit Videos der aktuellen Höhepunkte jedes Spiels gebucht, teilte das Medienhaus Axel Springer („Bild“, „Die Welt“) in Berlin mit. Die Zahlen seien „extrem ermutigend“, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner am Dienstagabend vor Journalisten in Berlin. Sie deuteten auf eine wachsende Bereitschaft von Nutzern hin, für Online-Journalismus auch Geld zu zahlen. Mit „Bild plus“ hatte Axel Springer im Juni ein Bezahlmodell seines wichtigsten Titels im Netz gestartet. Das „Freemium“-Modell verbindet kostenfreie Nachrichten mit Bezahl-Inhalten. Je nach Paket liegen die Preise zwischen 4,99 und knapp 15 Euro im Monat. Rund ein Drittel der Bild-Digital-Abonnenten nutzt auch das Bundesliga-Angebot für 2,99 im Monat. Das Interesse an „Bild plus“ gehe nicht zulasten des kostenfreien Nachrichtenportals bild.de mit rund 14 Millionen Einzelnutzern, sagte Geschäftsführerin Donata Hopfen. Springer sei es gelungen, in den ersten sechs Monaten 1,1 Prozent der Besucher der Webseite als Kunden im Netz zu gewinnen. Die meisten Käufer entschieden sich für das günstigste Paket von „Bild plus“. DT/dpa