Verhüllte Madonna in Italien

Abdeckung einer Madonnenstatue sorgt in Rimini für Ärger

Rom (dt/KNA) Die Abdeckung einer Madonnenstatue beim „37. Treffen für die Freundschaft unter den Völkern“ in Rimini hat die Gemüter erhitzt. Die Organisatoren der Veranstaltung hätten nichts damit zu tun, versicherte Stefano Pichi Sermolli, Pressesprecher des Treffens, laut dem bischöflichen italienischen Pressedienst SIR. Das werde auch in dem Video auf der Internetseite der Tageszeitung „La Repubblica“ deutlich, das die Verhüllung der Madonnenstatue am Stand des Verlagshauses „Shalom“ zeigt.

In dem kurzen Film ist eine unkenntlich gemachte Frau dabei zu sehen, wie sie ein Tuch über eine Gottesmutter-Statue an ihrem Ausstellungsstand legt. Ihr Kommentar dazu lautet, sie sei dazu angewiesen worden, um „anderen Religionen nicht zu Nahe zu treten“. Von wem genau sie diesen Auftrag bekam, sagt die Frau nicht.

Sermolli zeigte sich verwundert über die Vorgehensweise. Wer die Veranstaltung und die Ausstellungsräume besuche, könne immer wieder verschiedene Madonnenbilder sehen. Der Bischof von Ascoli Piceno, Giovanni D'Ercole, bat in einem offenen Brief um schnelle Klärung des Falls und um „Enthüllung“ der Madonnenstatue. Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen, etwa an der Elfenbeinküste, könne er sagen: „Die Madonna entzweit nicht, sie verbindet.“ Die Muttergottes werde auch in anderen Religionen geschätzt.

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