Hospiz Stiftung berichtet von steigender Nachfrage

Berlin (DT/KNA) Bei der Deutschen Hospiz Stiftung suchen immer mehr Menschen Rat. Mit rund 13 000 Anfragen hat das Thema Pflege im vergangenen Jahr den größten Anteil der 27 400 Nachfragen ausgemacht. Dies geht aus der Jahresstatistik 2010 der Patientenschutzorganisation hervor, die am Sonntag in Berlin veröffentlicht wurde. Im Vorjahr habe es 24 600 Anfragen gegeben. Der Geschäftsführende Vorstand Eugen Brysch wertete diese Zahlen als Beleg für Defizite im Gesundheitssystem – „gerade, wenn es um Menschen im letzten Jahr ihres Lebens geht“. Die Hilflosigkeit der Menschen werde am Patientenschutztelefon deutlich, heißt es weiter. 1 900 Mal habe sich die Stiftung in Konflikte eingeschaltet. Im Vergleich zu 2009 sei das eine Steigerung um 27 Prozent. Ebenfalls zugenommen habe der Beratungsbedarf in Sachen Patientenverfügung. 8 800 Anfragen und damit 1 000 mehr als im Jahr zuvor seien in diesem Bereich zu verzeichnen gewesen. „Die Menschen möchten über ihren letzten Lebensabschnitt selbst bestimmen, sich aber vorher gründlich informieren“, so Brysch.

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