Hindus boykottieren katholische Geschäfte

Neu Delhi (DT/KNA) Im indischen Bundesstaat Karnataka dauert ein Boykott katholischer Geschäftsleute durch Hindus an. Die Christen hätten sich nach einem Cholera-Ausbruch hinduistischen religiösen Geboten verweigert, meldete die asiatische katholische Nachrichtenagentur Ucanews am Dienstag. Nach der Verbreitung der Krankheit in einigen Teilen Karnatakas hätten Hindus beschlossen, zur Befriedung ihrer Götter dienstags und freitags nicht mehr zu arbeiten. Ein katholischer Geistlicher habe dagegen seine Gemeinde aufgefordert, den Aufruf nicht zu beachten. So sei es zum Boykott katholischer Unternehmer gekommen. Zudem hätten Hindus dazu aufgerufen, Arbeitsplätze nicht mehr mit Katholiken zu besetzen, zitiert Ucanews Bischof Derek Fernandes von Karwar. Er wertete dies als „eine Menschenrechtsverletzung gegenüber Katholiken“. Mitte August hatte ein Abgeordneter der nationalistischen Hindu-Partei BJP, Prahlad Remani, zum Unabhängigkeitstag Indiens Hindus und andere Religionen zur „Ausmerzung des Christentums“ aufgerufen. Remani lehnte bislang eine Entschuldigung ab und wiederholte seine „Ausmerzungs“-These.

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