Frankfurt

GLOSSE: Party-Jahr 2020?

Frankfurt, Stuttgart, Berlin – seltsame Partybräuche in Coronazeiten.

Nach Krawallen auf Frankfurter Opernplatz
Mitarbeiter der Stadtreinigung beseitigen am nächsten Morgen die die Folgen der „Party“ vor der Alten Oper in Frankfurt a.M.. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Das Jahr 2020 wird wahrscheinlich als das Jahr der großen Feierlichkeiten in die Geschichte eingehen. Erst sorgte die „Party- und Eventszene“ in Stuttgart mit exorbitanten Ausschreitungen für Aufsehen, nun fand am Frankfurter Opernplatz eine „Freiluft-Party“ statt, die es in sich hatte: Mülltonnen und Flaschen wurden geworfen, Polizisten attackiert – ein Programm auf der Höhe der Zeit also. Wobei Kritiker betonen, dass die Partyfreunde „vorwiegend mit Migrationshintergrund“ ausgestattet gewesen seien.

Doch keine Angst: Linke und rechte Partyveranstalter müssen sich mit ihren Angeboten dahinter keinesfalls verstecken. Am 1. Mai fand in Berlin der linke „Klassiker“ unter den Event-Partys statt: Diesmal nicht nur mit Feuerwerk und Krawallen gegen Polizisten, sondern auch mit Ausschreitungen gegen Journalisten. Cool. Wem das nicht schmeckt, dem bietet Ex-Starkoch Attila Hildmann in diesem Jahr ein besonders unappetitliches Gemisch aus Volksverhetzung und Wahnideen an. So geschmacklos und abgedreht, dass man nur hoffen kann, dass frustrierte Polizisten bei ihm keine Nasch-Partys veranstalten. Eine durchgeknallte Polizei? Dann dürfte es mit der Party-Meile Bundesrepublik bald vorbei sein.

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