Würzburg

Glosse: Kommt jetzt die Nilsynode?

Pharaonen-Kult Ägyptens auf deutschen Friedhöfen.
Tierfriedhof
Foto: Ralf Hirschberger (dpa-Zentralbild) | Das Grab eines Hundes auf einem Tierfriedhof in Teltow (Brandenburg).

Während manchen Katholiken noch der Pachamama-Schreck in den Knochen sitzt, geht das Gruseln munter weiter: Halloween steht vor der Tür, und damit jede Menge schriller Spuk. Da passt es ins Bild, dass – wie KNA meldet – in Hamburg zukünftig Menschen und ihre Haustiere gemeinsam beerdigt werden können.

Ein neues Bestattungsgesetz, das nahtlos an den Pharaonen-Kult Ägyptens anknüpft, macht's möglich. Dabei sollten interessierte Sterbende jedoch zwei Dinge beachten: Erstens: Die neue Regelung kann erst in einem Jahr umgesetzt werden. Zweitens: Nur auf bestimmten abgegrenzten Friedhofsflächen wird „auf Wunsch der Verstorbenen eine Urne mit der Asche eines Haustieres dem Grab beigegeben werden“. Angedacht, so die Katholische Nachrichtenagentur, sei die „Bestattung von Kleintieren wie Hund oder Katze, nicht dagegen von Pferden oder anderen größeren Vierbeinern“.

Wandelnde Bestattungskultur verändert das Bestattungsrecht

Die offizielle Haltung der Katholischen Kirche Deutschlands dazu, fasst der Leiter des katholischen Büros in Hamburg, Stephan Dreyer, zusammen: „Wir haben Verständnis dafür, dass das Bestattungsrecht grundsätzlich einer sich wandelnden Bestattungskultur Rechnung tragen muss.“ Bleibt zu hoffen, dass sich die Bestattungskultur nicht stärker altägyptischen Modellen anpasst. Obwohl – könnte man nicht für die Einführung der Lebendbestattung der nächsten Angehörigen mal eine „Nilsynode“ einberufen? #ahnenerbesynode2020

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