Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Paul Schenk (Foto: DAV), Erster Vorsitzender des Deutschen Alpenvereins Sektion Bad Tölz, macht keinen Hehl daraus: „Natürlich regt mich das brutalst auf“, sagte er den „Münchner Kirchennachrichten“. Vergangene Woche ist wieder das Gipfelkreuz am oberbayerischen Berg Schafreuter umgesägt worden. Erst im September war das Kreuz so stark mit einer Axt malträtiert worden, dass es aus Sicherheitsgründen umgelegt werden musste. Am 8. Oktober wurde ein neues Kreuz aufgestellt, vor zwei Wochen wurde dieses erneut beschädigt. Und jetzt ganz umgesägt. Ein Wanderer brachte vergangenen Freitag diese Nachricht ins Tal, am Samstag sah sich ein Erkundungstrupp des Deutschen Alpenvereins (DAV) selbst am Gipfel um. Das Kreuz liegt wieder zerstört am Boden. Wer macht das? Schenk wählte dafür Worte, die nicht druckreif seien, so die „Münchner Kirchennachrichten“. Die Faktenlage sei dürftig, so der Bericht weiter: Am Dienstag habe sich noch jemand ins Gipfelbuch eingetragen, zu dem Zeitpunkt dürfte also noch alles in Ordnung gewesen sein. Für das, was sich in den folgenden Tagen ereignet habe, sucht die Polizeiinspektion Bad Tölz Zeugen. Derzeit komme kaum jemand zum Gipfel, die Wandersaison sei vorbei. Unterkriegen lasse sich Schenk aber nicht. Es sei doch klar, dass es wieder ein Gipfelkreuz auf dem Schafreuter geben werde. „Der feige Hund, der soll sich melden und zu dem stehen, was er da gemacht hat“, ist alles, was der DAV-Vorsitzende zum Täter sagen wollte, so das Blatt.

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