Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Die Unionsfraktion im Bundestag will sich genauer über die Lage christlicher Flüchtlinge in deutschen Asylantenheimen informieren. Geplant sei, auf einer Veranstaltung im April Übergriffe von Muslimen gegen Christen zu thematisieren, kündigte der CDU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder an. In diesem Zusammenhang sei er der Organisation Open Doors „sehr dankbar“, dass sie begonnen habe, die entsprechenden Taten „systematisch zu erfassen und zu dokumentieren“.

Das bisher bekannte Spektrum reiche von verbalen Einschüchterungen über zerrissene Bibeln bis hin zu physischer Gewalt, so Kauder. Der Politiker rief Kirchengemeinden dazu auf, noch intensiver vor Ort Präsenz zu zeigen und sich mit den christlichen Flüchtlingen, die oftmals in der Minderheit seien, solidarisch zu zeigen. Gleichzeitig müsse der Staat Verantwortung wahrnehmen und „Berichten über Übergriffe nachgehen und, wo erforderlich, konsequent einschreiten“. Jeder müsse das Recht haben, seine Religion frei auszuüben. „Wer andere daran hindert, muss die Härte des Rechts spüren.“

Ebenso wichtig sei Prävention. So könne die Auswahl von qualifiziertem und möglichst gemischtem Wachpersonal – „Männer und Frauen, Christen und Muslime, Araber und Europäer“ – helfen, die Lage in den Unterkünften zu entspannen. Zurückhaltend äußerte sich Kauder zu der Forderung, Flüchtlinge getrennt nach Religionen unterzubringen. Dies dürfe nur im Ausnahmefall erfolgen.

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