Beim Namen genannt

David Cameron, englischer Ministerpräsident und Chef der Konservativen (Foto: dpa), ist von den katholischen Bischöfen seines Landes kritisiert worden, weil er eine Öffnung der Ehe für Homosexuelle unterstützt. Erzbischof Peter Smith von Southwark erklärte nach einem Bericht der britischen Zeitung „Daily Mail“ (Donnerstag), eine „Neudefinition der Ehe“ zwischen einem Mann und einer Frau könne nicht richtig sein. Der Staat solle „das allgemeine Verständnis der Ehe aufrechterhalten, statt ihre Bedeutung zu ändern zu versuchen“. Ähnlich äußerte sich der Bischof von Arundel und Brighton, Kieran Conry. Er betonte, die katholische Kirche befürworte zivile Partnerschaften, weil sie den Beteiligten einen besseren rechtlichen Schutz böten; es sei aus seiner Sicht aber nicht notwendig, homosexuellen Paaren den Begriff einer Ehe zuzubilligen. Cameron hatte auf einer Konferenz seiner Konservativen Partei in Manchester angekündigt, die Regierung werde im Frühjahr über die Zulassung homosexueller Paare zur Eheschließung beraten. Laut der Zeitung erklärte der Premierminister, es gehe dabei nicht um Gleichstellung, sondern um Überzeugung: „Ich unterstütze die Homosexuellen-Ehe nicht, obwohl ich Konservativer bin. Ich unterstütze die Homosexuellen-Ehe, weil ich Konservativer bin.“ Cameron begründete dies damit, zu den konservativen Überzeugungen zähle, dass eine Gesellschaft gestärkt werde, wenn Menschen gegenseitig Verpflichtungen eingingen und sich unterstützten.

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