Beim Namen genannt

Außenminister Guido Westerwelle (Foto: dpa) will am Montag als erstes deutsches Regierungsmitglied seit Ende 2006 den Gazastreifen besuchen. Dies teilte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mit. Israel hat gegen das von der palästinensischen Hamas-Miliz kontrollierte Küstengebiet eine Blockade verhängt. Im Juni hatten die israelischen Behörden Entwicklungsminister Dirk Niebel (ebenfalls FDP) die Einreise verweigert. Nach Angaben des Außenministeriums will sich Westerwelle nun vor Ort über „konkrete Möglichkeiten einer Verbesserung der Lage“ informieren. Die Reise wurde mit Israel abgesprochen. Ministeriumssprecher Andreas Peschke machte sie allerdings noch von den aktuellen „Sicherheitsumständen“ abhängig. Vor dem Abstecher in den Gazastreifen hält sich der FDP-Chef am Sonntag in Jerusalem auf. Auf dem Programm stehen Gespräche mit Präsident Schimon Peres und Außenminister Avigdor Lieberman.

 

Feliks Tych (81), Ex-Direktor des Warschauer Jüdischen Historischen Instituts, erhält am Sonntag in Stuttgart den Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Tych engagiert sich seit Jahren für die Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten. Der Holocaust-Überlebende hatte im Januar im Rahmen der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus auch im Bundestag eine Rede gehalten. Nach 1990 nahm der Historiker mehrfach Gastprofessuren an verschiedenen deutschen Universitäten wahr. Die Laudatio auf Tych hält Joachim Gauck, der zugleich Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ ist.

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