Siedlungen: Israel kritisiert Airbnb

Jerusalem (DT/KNA) Israels Tourismusminister Jariv Levin kritisiert die Entscheidung des Ferienwohnungsvermittlers Airbnb, israelische Wohnungsangebote in den Palästinensergebieten aus seinem Angebot zu nehmen. Dies sei Diskriminierung und eine „schändliche Kapitulation der Firma“, sagte Levin laut Ministeriumsmitteilung von Montagabend. Das Ministerium kündigte an, Maßnahmen zur Beschränkung der Aktivitäten von Airbnb in Israel zu ergreifen. Der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), Saeb Erekat, begrüßte den Schritt. Er bedauerte gleichzeitig, dass Ostjerusalem von der Streichung ausgenommen sei.

Airbnb hatte zuvor mitgeteilt, Wohnungsangebote in jüdischen Siedlungen im Westjordanland aus seinem Angebot zu streichen. Betroffen sind demnach rund 200 Einträge. Der Streit um die Auflistung jüdischer Ferienwohnungen in den Palästinensergebieten dauerte mehrere Jahre an. Palästinenservertreter bezeichneten die Praxis als illegal und kriminell. Das Unternehmen vertreibe „gestohlenes Eigentum und Land“.