Bischof vermittelt im „Friedenstauben“-Streit

Berlin (DT/KNA) Neue Runde in einem Streit um „Friedenstauben“ in Berlin: Der evangelische Landesbischof Markus Dröge will im Konflikt zwischen dem Deutschen Brieftaubenzüchterverband und der Tierschutzorganisation Peta vermitteln. „Ich finde es bedauerlich, dass es zwischen beiden Seiten bislang keine direkten Gespräche gegeben hat“, sagte Dröge am Sonntag in einem Gottesdienst zum Weltfriedenstag in Berlin. „Ich bin gerne bereit, dazu einzuladen.“ Gerade an diesem Tag sollten sich Menschen um friedliche Konfliktlösungen bemühen. Zuvor hatte die Tierschutzorganisation dagegen protestiert, dass der evangelische Bischof die Schirmherrschaft über einen sogenannten Sternflug von 65 000 Brieftauben aus Anlass des Weltfriedenstages übernommen hatte. Eine derartige Veranstaltung sei ebenso wie die Taubenzucht an sich Tierquälerei, so die Tierschützer in rund 1 100 Protest-E-Mails an Dröge. Weiße Tauben gelten in Anlehnung an den biblischen Bericht von der Sintflut vielfach als Symbol des Friedens.