Bischof fordert „Raum für Dialog“ in Venezuela

Caracas/Miami (DT/KNA) Der venezolanische Bischof Mario Moronta hat seine Landsleute zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. Der Bischof von San Cristobal, der in den vergangenen Jahren einen direkten Kontakt zum 2013 verstorbenen Präsidenten Hugo Chavez unterhielt und auch dessen Trauerfeier leitete, mahnte die beiden zerstrittenen politischen Lager zu gegenseitigem Respekt: „Was dieses Land braucht, ist Versöhnung; aber dafür sind auch Treffen und ein Dialog notwendig“, zitiert ihn die Tageszeitung „El Universal“ (Dienstagabend Ortszeit) auf ihrer Internetseite. Oppositionspolitiker Leopoldo Lopez (42), dem die Regierung vorwirft, als geistiger Urheber für die Unruhen in der vergangenen Woche verantwortlich zu sein, stellte sich am Dienstag den Behörden: „Wenn es notwendig ist, dass das Volk damit wachgerüttelt wird, gehe ich ins Gefängnis“, sagte der frühere Bürgermeister von Chacao. Er sei unschuldig, werde sich aber trotzdem einer „ungerechten und korrupten Justiz“ stellen. Staatspräsident Nicolas Maduro bestätigte am Dienstag, Lopez sei in ein Gefängnis außerhalb von Caracas gebracht worden. Lopez' Ehefrau Lilian Tintori bestätigte am Abend dem Nachrichtensender CNN, dass der sozialistische Parlamentspräsident Diosdado Cabello den Oppositionspolitiker auf dem Weg ins Gefängnis einen Teil des Weges begleitet habe.