Beim Namen genannt

Josef Rommerskirchen, langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter und Mitbegründer des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ist am Dienstag mit 94 Jahren in Wachtberg bei Bonn gestorben. Das teilte der BDKJ in Düsseldorf mit. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft stand der Mönchengladbacher von 1947 bis 1952 dem BDKJ vor. Er begründete den Bundesjugendring mit, dessen erster Vorsitzender er von 1949 bis 1952 war. Von 1960 bis 1976 gehörte Rommerskirchen dem Bundestag an. Von 1977 bis 1982 war er Direktor der Bundeszentrale für politische Bildung. Den Vorstandsvorsitz der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus legte er 1992 nach mehr als zehn Jahren nieder. Der BDKJ-Bundesvorstand würdigte Rommerskirchen als „prägende Gestalt“ für den Neuaufbau der katholischen Jugendarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Wegen der Orientierungslosigkeit vieler Menschen nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur habe er die Aufgabe des BDKJ darin gesehen, in Selbstbestimmung das Gemeinschaftsleben zu gestalten und die Interessen der jungen Generation im öffentlichen Leben zu vertreten. Rommerskirchen habe bis zu seinem Tod die Entwicklung des BDKJ in Gesprächen und Briefen kritisch begleitet.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich für eine Suche nach anonymen Massengräbern von Holocaust-Opfern auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ausgesprochen. Deutschland stehe in der historischen Verantwortung, „Aussagen von Zeitzeugen, die die ungeheuren Greueltaten miterlebten, für die Nachwelt zu sichern“, heißt es in einem am Dienstag in Berlin von der Grünen-Fraktion veröffentlichten Antwortschreiben Westerwelles an deren Parlamentarischen Geschäftsführer Volker Beck. Beck hatte zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz in einem offenen Brief den Außenminister gebeten, den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) bei der Suche und Sicherung anonymer Massengräber von Holocaust-Opfern in Osteuropa zu unterstützen.