Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Joachim Kardinal Meisner (Foto:dpa) hat beim Fatimatag in Höchberg bei Würzburg am vergangenen Dienstag beklagt, Jesus Christus werde zu wenig im Alltag wahrgenommen. In der vollbesetzten Kirche Mariä Geburt, sagte der Alterzbischof von Köln, Christen, täten daher gut daran, sich an die Hand der Mutter Gottes zu begeben. „Alle Wege Mariens führen zu Christus“,so Meisner. Zur Monatswallfahrt am 13. Oktober hatte das Fatima-Weltapostolat (Würzburg) eingeladen.

Der Nuntius im Heiligen Land, Erzbischof Guiseppe Lazzarotto, hat angesichts der Gewalteskalation zwischen Israelis und Palästinensern dazu aufgerufen, „ein Klima gegenseitigen Vertrauens“ wiederherzustellen. Im gegenwärtigen Klima von Hass und Misstrauen seien „alle Initiativen ineffektiv und leider zum Scheitern verurteilt“, sagte der Italiener nach einer Mitteilung des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem. Die gegenwärtige Situation im Heiligen Land beschrieb Lazzarotto als beunruhigend. Man dürfe gegenüber den Gewalttaten und dem Verlust von Menschenleben nicht gleichgültig bleiben. Angesichts stark rückläufiger Pilgerzahlen rief Lazzarotto Christen weltweit zum Besuch des Heiligen Landes auf. „Die Präsenz von Pilgern ist wichtig, nicht nur, weil sie Solidarität und Nähe vermittelt, sondern weil sie dazu beitragen kann, Vertrauen und Hoffnung in die Gegenwart und die Zukunft zurückzubringen“, so der Nuntius. Eine „gewisse Furcht“ sei in der gegenwärtigen Situation zwar verständlich, allerdings habe es bislang keine Zwischenfälle gegeben, die das Leben von Pilgern in Gefahr gebracht hätten. Lazzarotto rief Besucher auf, ihre Reise sorgfältig und mit erfahrenen Agenturen zu planen.