Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Elizabeth II. (Foto: dpa) hat Königin Victoria überholt: Mit 63 Jahren, sieben Monaten und drei Tagen regiert sie länger als die Frau, die das „Viktorianische Zeitalter“ bestimmte. Im Alter von inzwischen 89 Jahren sitzt „die Queen“ noch fest im Sattel. Nicht nur im übertragenen Sinn. Die Queen liebt Pferde – und reitet laut britischen Medien selbst gelegentlich noch rund um Schloss Windsor aus. Trotz ihres hohen Alters nimmt Elizabeth, deren Pflichtbewusstsein legendär ist, weiter unzählige öffentliche Termine wahr. Der Hut auf dem Kopf und die Handtasche am Arm dürfen dabei nicht fehlen. Bei langen Reisen tritt die Königin, die Oberhaupt von 15 Staaten außerhalb Großbritanniens ist, inzwischen aber kürzer. Mit ihrer rekordverdächtigen Amtszeit ist die Queen Europas dienstälteste Königin – und seit gestern die am längsten regierende britische Monarchin überhaupt. Politische Macht hat sie wenig, Einfluss dafür reichlich – hütet sich aber, sich öffentlich einzumischen.

Elizabeth wurde am 21. April 1926 in London als erstes Kind des Herzogs und der Herzogin von York, später König George VI. und Königin Elizabeth, geboren. An 20. November 1947 heiratete sie den Leutnant Mountbatten, heute Prinz Philip (94). Seit sie 1952 das Erbe ihres Vaters angetreten hat, ist die Queen für viele Briten zum Inbegriff von Kontinuität geworden. Das britische Königshaus ist auch dank des jüngsten Nachwuchses beliebt: Prinz William und seine Kate (beide 33) entzücken mit ihren Kindern die Öffentlichkeit.