Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilte Pakistanerin Asia Bibi (Foto: dpa) hat Papst Franziskus einen Brief geschickt. Darin bittet ihn die Christin, für ihre Freilassung zu beten, wie das Internetportal „Vatican Insider“ am Wochenende aus dem Schreiben zitiert. „Papst Franziskus, ich bin deine Tochter, Asia Bibi. Ich beschwöre Dich: Bete für meine Rettung und für meine Freiheit. In diesem Moment kann ich mich nur Gott, dem Allmächtigen anvertrauen, der alles für mich tun kann“, schreibt Bibi darin nach Angaben des Portals. Ein Gericht in Lahore hatte jüngst den Berufungsantrag der 2010 nach dem pakistanischen Blasphemiegesetz verurteilten Bibi abgelehnt. Muslime aus ihrem Dorf werfen der fünffachen Mutter vor, sich beleidigend über den Propheten Mohammed geäußert zu haben. Bibi bestreitet dies. Ihre Anwälte wollen sich nun an das Oberste Gericht und somit die letzte juristische Instanz wenden. Bibi droht die Hinrichtung durch den Strang. Sowohl Papst Benedikt XVI. (2005–2013) als auch Franziskus forderten bereits in der Vergangenheit die Freilassung der Christin. Das katholische Hilfswerk missio sammelt noch bis zum 30. November Unterschriften für eine Petition zur Freilassung von Asia Bibi. Die Bundesregierung wird darin aufgefordert, alle diplomatischen Bemühungen gegenüber Pakistan zu unternehmen, damit Bibi entlassen wird und mit ihrer Familie in Sicherheit leben kann. Außerdem solle auf eine Abschaffung des Blasphemiegesetzes hingewirkt werden. Die Petition soll zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, an die Bundesregierung in Berlin übergeben werden.