Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Susilo Bambang Yudhoyono (Foto: dpa), Indonesiens Staatspräsident, hat sich mit einem Plädoyer für Abstinenz als Mittel der Aids-Prävention in einen Streit um die „Nationale Kondomwoche“ eingeschaltet. Zwar seien Kondome ein effektives Mittel gegen Aids, zitiert die Tageszeitung „Jakarta Globe“ in ihrer Onlineausgabe den Präsidenten. Jedes Programm zur Reduzierung der hohen Zahl der HIV-Infektionen müsse aber auch die „religiösen Normen und die Kultur des Ostens“ in Betracht ziehen. „Sich davon abzuhalten, Dinge zu tun, die zu einer Infektion führen können, ist die wichtigste Methode zur Vermeidung von HIV/Aids“, so der Präsident. Die „Nationale Kondomwoche“, eine Aktion der nationalen Aids-Kommission, war auf scharfe Kritik muslimischer Organisationen gestoßen. Indonesien gehört laut der Aids-Hilfe der Vereinten Nationen (UNAIDS) zu weltweit neun Ländern, in denen die Zahl der Infektionen zwischen 2001 und 2011 um 25 Prozent gestiegen ist.

Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) fordert die künftige Bundesregierung auf, die deutschen Rüstungsexporte zu bremsen. Deutschland rangiere im Waffenexport an dritter Stelle, direkt hinter den USA und Russland, schreibt Schmidt in der „Zeit“. „Eine Entwicklung, die mir sehr missfällt. Und die von der kommenden Koalition in Berlin gestoppt werden muss.“