Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Erzbischof Robert Zollitsch (Foto: dpa), Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat die wachsende Diskriminierung und Verfolgung von Christen weltweit als „einen Skandal“ bezeichnet. Mehr Engagement für die Religionsfreiheit sei notwendig. „Das Blut jedes Märtyrers muss unseren Einsatz für Religionsfreiheit verstärken“, sagte er dem Magazin „Focus“ (Montag) in München. Zollitsch äußerte sich im Vorfeld der Libanon-Reise von Papst Benedikt XVI., die am Freitag beginnt. Der Besuch des Kirchenoberhauptes in der Krisenregion soll besonders auch auf die schwierige Situation der christlichen Minderheit im Nahen Osten und den muslimisch geprägten Ländern dort aufmerksam machen.

Guido Westerwelle (FDP), Bundesaußenminister begrüßt die Freilassung des im Iran zum Tode verurteilten evangelischen Pastors Youcef Nadarkhani (siehe Beitrag auf dieser Seite). „Kein Mensch darf aufgrund seiner Religionszugehörigkeit oder freier Meinungsäußerung inhaftiert oder verurteilt werden“, sagte Westerwelle am Montag in Berlin. Er forderte die iranische Führung auf, auch „alle anderen Inhaftierten freizulassen, die aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Überzeugungen in iranischen Gefängnissen einsitzen oder verfolgt werden“. Nadarkhani, der vom Islam zur Pfingstkirche übergetreten war, war wegen „Abfalls vom islamischen Glauben“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ verhaftet und zum Tod durch den Strang verurteilt worden. Der Fall hatte weltweit Bestürzung und Wut bei Kirchenvertretern und Politikern ausgelöst.