Beim Namen genannt

Beim Namen genannt

Mitt Romney, der für die Republikaner in den Vereinigten Staaten Präsidentschaftskandidat werden will (Foto: dpa), hat in den vergangenen zwei Jahren sieben Millionen US-Dollar seines Einkommens für religiöse und gemeinnützige Zwecke gespendet. Wie der „Christian Science Monitor“ (Onlineausgabe Mittwoch) unter Bezug auf die am Dienstag veröffentlichten Steuerdaten Romneys berichtet, überwies der Politiker 2010 von 2,9 Millionen Spenden-Dollar 1,5 Millionen an die „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“, der er angehört. Im vergangenen Jahr habe er die Mormonenkirche mit 2,6 Millionen Dollar unterstützt. Die Gemeinschaft erwartet von ihren Mitgliedern, dass sie zehn Prozent ihres Einkommens an die Kirche abführen. Romney verdiente in den vergangenen beiden Jahren 42,5 Millionen Dollar. Roberton Williams vom überparteilichen „Tax Policy Center“ in Washington nannte den Spendenanteil bei Romney „sehr hoch“. Bei Normalbürgern lägen entsprechende Aufwendungen bei zwei bis drei Prozent ihres Einkommens; Spitzenverdiener mit einem Jahreseinkommen ab zehn Millionen Dollar gäben typischerweise 6,5 Prozent für wohltätige Zwecke. Bei Romney verteilten sich die Spenden 2010 laut dem Bericht etwa hälftig auf seine Kirche und andere Einrichtungen. Unter diesen sei der größte Empfänger die Romney nahestehende Tyler Charitable Foundation gewesen. Die Stiftung unterstützte den Angaben zufolge wiederum die Mormonen, die „Friends of George W. Bush Library“ und ein Zentrum für Kinder mit Multiple-Sklerose-Erkrankung.