Beim Namen genannt

Helge Heidemeyer wird die Nachfolge von Hubertus Knabe antreten

Beim Namen genannt

Der Stiftungsrat der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen hat sich einstimmig für einen neuen Direktor entschieden. Helge Heidemeyer wird die Nachfolge von Hubertus Knabe antreten. Dies hat die Senatsverwaltung für Kultur und Medien am Dienstag in einer Presseerklärung mitgeteilt. Heidemeyer ist seit 2008 Leiter der Abteilung Bildung und Forschung beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) und soll das Amt bereits im Herbst 2019 antreten. „Dr. Heidemeyer ist eine gute Wahl“, so Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) und Teil des Stiftungsrates der Gedenkstätte.

Der Herausgeber des katholischen PUR-Magazins, Bernhard Müller, hat eine Abschaffung der Kirchensteuer gefordert. Sie führe dazu, dass es den Kirchenoberen „nur noch um die jährlichen Millioneneinnahmen und nicht mehr um die Gläubigen“ gehe, schrieb er in einem Gastkommentar für die „Welt am Sonntag“. Zwischen den großen Kirchen in Deutschland bestehe heute eine „stabile Ökumene der Finanzen“, zitiert ihn „idea“. Die Kirchenführungen interessiere nicht mehr, „ob die Menschen dem Evangelium glauben und die Gebote halten, sondern nur noch, ob sie die Steuer entrichten“. Für evangelische und katholische Christen sei in diesem System „nicht mehr die Taufe, sondern die Kirchensteuer zum entscheidenden Kriterium ihrer Mitgliedschaft geworden“.

Für den am Samstag nach langer Krankheit verstorbenen Bischof von Tianjin (China), Stefano Li Side, wird es laut Asianews, keine öffentliche Bestattung geben. Li Side, der 1927 zur Welt kam und viele Jahre im Gefängnis oder unter Hausarrest verbrachte, war anerkannt vom Heiligen Stuhl, aber nicht von der kommunistischen Regierung Chinas.